Museen, Messen & Ausstellungen

PS-Speicher Einbeck

Ein Autotreffen und viele Museen

Ein Besuch im PS-Speicher stand seit langem auf meiner Wunschliste und vergangenen Spätsommer konnte ich ihn mir endlich erfüllen. Die Anfahrt um Einbeck herum ist stressfrei und parken ist ebenfalls kein Problem, vor allem wenn man wie wir an einem Sonntag vorbei kommt. Der PS-Speicher selbst stellt den Besucher nun zunächst einmal vor das eine oder andere Problem, denn es handelt sich nicht nur um ein Museum, sondern um mehrere Museen, zu denen man auch jeweils einzeln Eintritt bezahlen muss. Die Frage ist also jetzt ob man die Sammlung Kleinwagen, LKW&Bus, Automobil, Mortorrad oder doch lieber die Schatzkammer besuchen möchte. Dazu gibt es noch einen Porsche Rennsimulator, der ebenfalls extra zu buchen wäre und natürlich die sogenante Erlebnisausstelung. Da wir die Schatzkammerführung zeitlich verpasst haben, entscheiden wir uns für die Erlebnisausstellung direkt vor Ort für 19 Euro pro Person. Somit bezieht sich dieser Artikel auch ganz alleine auf eben jene Erlebnisausstellung. Also, dann wollen wir mal starten.

Mit einem ziemlich coolen Aufzug (Bild oben links) geht es ganz nach oben, wo uns quasi ein Rundgang durch 8 Epochen und 200 Jahren Mobilitätsgeschichte erwartet. Mit jeder Etage, die man im späteren Verlauf nach unten spaziert, betritt man praktisch eine neue Epoche, um dann unten im ausgehenden 20. Jahrhundert zu enden. Diese Wanderung durch die Jahrzehnte ist durchaus gelungen aufbereitet und mit vielen spannenden, lustigen und interessanten Anekdoten unterlegt. Egal ob man selbst auf ein Hochrad klettert, ein wenig im Kino verweilt oder mit der Auswahl unterschiedlicher Musiktitel aus den 80ern selbst zum DJ wird, zum entdecken gibt es immer etwas. 

Dazu muss man sagen, die Erlebnisausstellung es eben genau dass, was in der Beschreibung des Museums auch angegeben ist, eine Wanderung durch die Geschichte der Mobilität. Wer ein reines Automuseum erwartet, ist wohl beim Besuch der einzelnen Automobilausstellungen des PS-Speichers besser beraten. Hier jedoch mischen sich viele Zweiräder mit einigen Automobilen und das Ganze wird mit allerlei Erinnerungsstücken aus den jeweiligen Jahrzehnten aufgepeppt. Gerade für Menschen meiner Generation macht dabei ein Ausflug in die 70er und 80er Jahre natürlich am meisten Spaß und weckt schöne Erinnerungen, wenn man z.B. zwischen Manta und Schwarzwaldklink-Erbeerkörbchen steht und sich an seinen eigenen C-64 Computer zurück erinnert.

Abschließend finde ich persönlich, dass der Ausflug in die Erlebnisausstellung ein bis zwei vergnügliche Stunden bereiten kann und sicher auch ein empfehlenswerter Familienausflug ist. Wer jedoch nur Autos sucht, der wird, wie gesagt, noch einige weitere Ausstellungen aufbuchen müssen. Ein absolutes Highlight war für mich allerdings das zeitgleich statt findende "Kaffee und Karossen" Treffen am Gelände des Museums. Unter diesem Namen ermöglicht das Museum einmal im Monat über die Saison verteilt allen Autoenthusiasten ein zwangloses Treffen auf dem Museumsgelände. Die Einfahrt ist kostenlos und für einmalig 15 Euro bekommt man einen schönen Kaffeebecher, den man kostenlos auf den Treffen immer wieder auffüllen lassen kann. Abgesehen vom Kaffeestand waren auch noch ein Crepes- und ein "Bratwurst & Pommes" Stand vor Ort, man konnte sich gemütlich hin setzten und das Treffen beobachten oder mit den Autobesitzern ins Gespräch kommen. Zu unserer Überraschung waren nicht nur ungewöhnlich viele Audi-Cabrios da, sondern offensichtlich auch ein Maseraticlub, was man ja ansonsten eher selten sieht. Zum Abschluss ging es noch in den "Merchandise-Shop" der erfreulich günstige Preise bot. Zusammenfassend war es also ein netter Ausflug und wenn ich in der Nähe wohnen würde, wäre ich sicherlich Dauergast bei Kaffee & Karossen. 

Text: Andreas Leffler Bilder: Andreas Leffler

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Audi Museum Mobile

Mit dem Asphalthelden e.V. bei audi in Ingolstadt

Eigentlich ist es fast schon verwunderlich, dass ich vorher noch nie im Audi Museum in Ingolstadt war, wohne ich doch nur wenige Kilometer entfernt und einen Audi habe ich auch schon seit 2019. Also wurde es Zeit und ich habe meinen eigenen Museumswunsch gleich in ein kleines Vereinsevent gepackt. Als kleine Frühjahrsausfahrt in der "Off-Season" organisierte ich also eine kleine Tour mit Brunch und anschließendem Besuch im Audi Museum. 

Beginnen wir also bei der Ankunft: Das Museum selbst bietet zahlreiche Parkplätze und damit mehr oder weniger eine problemlose Anfahrt, zumindest wenn man es einmal durch das 30er-Zonen und Blitzer gewschwängerte Ingolstadt geschafft hat. Wer wie wir an einem Sonntag kommt, hat außerdem noch zahllose Parkmöglichkeiten im umliegenden Industriegebiet. Das Beste für uns als Autoclub war aber, dass wir bereits erwartet wurden. Nach einem herzlichen Willkommen öffnete man uns die Barrieren zum Vorplatz, so dass wir, wie auf den Bildern zu sehen ist, unsere Fahrzeuge einfach auf die großzügige Piazza stellen durften. Besonders positiv muss ich dazu bemerken, dass wir ja ein markenoffener Club sind, und damit also auch zahlreiche markenfremde Fahrzeuge auf der Piazza stehen durften. 

Die Eintrittspreise sind fair und ab 5 Euro ist man mit dabei. Wir haben gleich zusätzlich eine Gruppenführung zum Thema "Die Geschichte der 4 Ringe" gebucht. Diese dauert eine Stunde ist allerdings auch auf 20 Personen limitiert. Im Museum wurden wir demenstprechend von unserer Museumsführerin abgeholt und der Rundgang begann weit oben im Gebäude von wo wir quer durch die Zeit der Marke und eben auch quer durchs Museum geführt wurden. 

Das Museum selbst ist, wie man sich vorstellen kann, gut gerüstet was die eigene Geschichte betrifft. Von den Frühzeiten über die R8 Sonderausstellung bis hin zu einigen berühmte Renn- oder Filmfahrzeugen bleiben wenige Wünsche des Audi-affinen Gastes unerfüllt. Für mich persönlich war vor allem der DKW F102 eine Sehenswürdigkeit, war er doch das erste Auto meines Vaters, lange bevor ich geboren wurde.

Als Ergänzung zum Museum selbst gibt es wenig überraschend natürlich einen Museumsladen, Gastroangebote und gegenüber eine Halle in der man einige aktuelle Modelle begutachten bzw. probesitzen kann. Zusammengefasst kann man sagen, für Fans der Marke oder auch einfach für Fans der Automobilgeschichte ist das Museum sicherlich einen Ausflug wert. 

Text: Andreas Leffler Bilder: Andreas Leffler

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Let the good times roll..

Retro Classics 2025

Passend zum Saisonstart am 1. März ging es für uns zum zweiten mal in Folge auf die Retro Classics in Stuttgart. Trotz Faschingsferienbeginn hatten wir Glück und schafften die Fahrt in etwa 2 Stunden und Parkplätze gab es auch noch genügend. Nachdem uns die Retro Classics letztes Jahr fast erschlagen hatte, mit all der Masse an der Autos, waren wir gespannt was es Neues gab und ob es überhaupt viel Neues gab. Also stürzen wir uns ins Getümmel....

Unser Start wie war im vorigen Jahr auch in der letzten Halle, nämlich in Halle 9. Dort gab es für Jäger und Sammler wie mich vor allem Stände mit Autoprospekten und da ich ja selbige sammle, zumindest für die Autos die ich besitze oder besaß gibt es immer etwas zu finden und auch ordentlich Geld auszugeben. Dieses Jahr fand ich den Prospekt zu unserem Mercedes W114 Coupe und den zu meinem Alltags-Audi-S5. Vorbei an den ganzen anderen Händlern die vorallem Spielzeugautos, Klamotten und Ersatzteile feil boten erreichten wir den Pommes Stand, den wir schon letztes Jahr besucht hatten. Mit ordentlich Kalorien und Fett gestärkt konnte es also jetzt erst richtig los gehen.

Wie erwartet reihten sich Clubs, Händler und andere Aussteller aneinander und spätestens nach einigen Stunden verlor man so ein bisschen den Überblick, so viel gab es zu sehen. Natürlich wird man dann am Ende auch immer nach seinem Highlight gefragt. Ich muss zu geben, das interessanteste Auto für mich dieses Jahr hatte tatsächlich gar nichts mit "Classic" zu tun, denn es war u.a. auch ein Tesla Cybertruck ausgestellt. Ich bin nun zwar bekennender Nicht-E-Auto-Fan aber das bedeutet ja nicht, dass ich nicht neugierig wäre und so einen hatte ich tatsächlich noch nie in der Realität gesehen. Und auch wenn viele über ihn lästern, so kann ich definitib sagen, es standen unglaublich viel Leute um ihn herum, während der Lamborghini neben ihm deutlich weniger Beachtung fand. Sagen wir es so, von der Treppe über der Halle sah er tatsächlich ganz gut aus, direkt davor relativierte sich das etwas. Aber naja, Schönheit ist ja ohnehin nicht nur realtiv sondern vorallem subjektiv.

Ansonsten hatte ich das Gefühl, dass wieder so ziemlich alles da war, vom unbezahlbaren Bugatti bis zum kleinen Fiat mit Restaurierungsbedarf. Eine echte Besonderheit vom Schlage: "Was ist denn das" war unser obiges Titelbild, der Italdesign Aztec 4WD. In der Versteigerungshalle ging es während dessen heiß her und jede Menge Publikum tummelte sich, um entweder ein Schnäppchen zu machen oder zumindest zu sehen welche Preise aufgerufen wurden. Wer nicht versteigern wollte, konnte wie gewohnt seinen Oldtimer auch so zum Verkauf anbieten. Meine persönliche Favoriten waren ein Ferrari 512TR in sehr schönem Zustand und ein Porsche 997 Turbo mit gerade mal gut 30.000 Kilometern auf der Uhr. Mit 199.000 bzw. 99.000 Euro sprengten die aber doch eher das Budget. Ein Aston Martin Vantage mit 55.000 Km für ungefähr ebensoviel Euro wäre eine Versuchung gewesen und der rostfreie Astra für 1800 Euro ein nettes Bahnhofsauto.

Am Ende waren wir wieder zwischen 10 und 15 Kilometer gelaufen, die Füße taten weh und der Autooverkill hatte abermals zugeschlagen. Irgendwie lässt bei mir einfach nach 3-4 Hallen die Konzentration nach. Wenn sich nun jemand fragt, ob er die Restro Classics nächstes Jahr besuchen soll, kann ich nur sagen: unbedingt, wenn man sich für Klassiker interessiert. Hier trifft sich die Szene, Hersteller, Verkäufer, Clubs, Blogger, Fans, alles was mit alten Autos zu tun hat drängt sich durch die Hallen und es wird fotografiert, gefachsimpelt und natürlich auch gekauft und verkauft. Dabei muss man sich im Klaren sein, dass es eben kein Oldtimertreffen ist, bei dem alle nur eine gute Zeit haben möchten, sondern eine Messe mit einem kommerziellen Hintergrund. Aber es ist ja ohnehin großartig, dass es so etwas in der heutigen Zeit noch gibt. Von daher - gerne wieder!

Text: Andreas Leffler Bilder: Andreas Leffler

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The Loh Collection

Ein Ort für Autoträume und Autoträumer

Endlich habe ich es auch geschafft, ich konnte mir die Loh Collection anschauen und bin begeistert. Viel wurde bereits darüber geschrieben, viel darüber gesagt, aber für mich ist es definitiv eine der Top-Locations wenn nicht sogar die Top-Location, bezogen auf das Thema Automuseum in Deutschland. Ein Tempel der Blech- und Benzinliebe, ein Pilgerort für Gearheads und Menschen mit Benzin im Blut!

Gut, für uns aus Bayern ist die Loh Collection irgendwo im Nirgendwo, oder gleich hinter Siegen im Wald aber in der Realität ist sie in einem sehr schönen Landstrich in einem Örtchen mit dem blumigen Namen Dietzhölztal-Ewersbach. Wer hier denkt, dass sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, mag sich über den bereits am Samstag Morgen gut gefüllten Parkplatz des Museums wundern. Ein Geheimtipp ist die Loh Collection also schon lange nicht mehr. Der Eintritt ist nun mit aktuell 19 Euro nicht ganz günstig und das Parken kostet extra. Aber hat man diese Hürde erst einmal genommen erwartet einen automobile Leidenschaft auf 7500 Quadratmeter.

Wer nun aber mit den üblichen Verdächtigen aus der Riege der bezahlbaren und volksnahen Klassiker rechnet, der hat sich gleichsam verrechnet. Die gezeigten 150 Exponate bestehen überwiegend aus High-End Sportwagen, aus der Zeit der Bentley Boys bis hin zur Ferrari Sonderausstellung. Wo sieht man schon  einmal eine Reihe unterschiedlicher Ferrari 250 GT, die großen 5 Sammlerferrari von 288 GTO bis LaFerrari, einen Maybach Prototypen oder reihenweiße Rennsportlegenden mit den zugehörigen Geschichten? Bugatti Veyron und Lamborghini Miura wirken schon fast nebensächlich abgestellt. Mercedes 300 SL kommen in Reihe, ebenso wie Ferrari Daytona. Der Rauhwelt Porsche von Sidney Hoffmann und die Opel Prototypenshow sind zusätzliche Farbtupfer.

Die ganze Sammlung ist stilvoll angerichtet, die unterschiedlichen Gebäudeteile haben dabei jeweils ihren ganz eigenen Charme. Besonders originell sind die Wandregale, in denen absolute Legenden wie z.B. der BMW Z8 als Randdeko dienen, während sie auf Bildern wirken wie Setzkästen mitsamt Spielzeugautos. Ein Kino, in dem man in kurzen Spots und ohne Aufpreis stundenlang Geschichten zu den Exponaten hören und sehen kann, ein Cafe, ein Restaurant, ein Burgerladen und der obligatorische Shopbereich runden das Ganze schließlich ab.

Für uns war dieser kleine Trip ein wunderbarer Ausflug, der uns incl. Mittagessen bestimmt 4-5 Stunden beschäftigt hat. Ich habe selten ein so liebevoll ausgestattetes Museum mit derart hochwertigen Exponaten gesehen.

Text: Andreas Leffler Bilder: Andreas Leffler & Felix Schmidt

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Oldtimer Museum Rügen

Ost vs. West

Wie so oft habe ich auch diesen Urlaub wieder genutzt, um euch ein Automuseum vorzustellen. Dieses Mal ging es nach Rügen und dort, um genau zu sein in Prora bei Binz, findet sich das Oldtimer Museum Rügen. Etwas abseits gelegen, aber nur einen Steinwurf vom Meer entfernt kann man problemfrei parken und sich entscheiden ob man sich "nur" das Oldtimer Museum anschaut, oder gleich noch das NVA Museum in direkter Nachbarschaft besucht. Wir haben auf zweiteres verzichtet und sind direkt ins Oldtimermuseum. Nun aber habe ich ja schon einige Automuseen erkundet und es wird immer schwieriger mich noch zu überraschen. Das Oldtimer Museum Rügen hat dies mit einem cleveren Kniff jedoch geschafft.

Auf etwa 10.000 Quadratmeter findet sich eine Eisenbahn- und eine Feuerwehrausstellung sowie eben das eigentliche Automuseum. Letzteres verfügt über gut 80 Fahrzeuge, was jetzt gar nicht mal nach so viel klingt. Allerdings wurde ein Großteil der Fahrzeuge in einem vermutlich ziemlich einmaligen Ost- West vergleich gegenüber aufgestellt. So wandelt man also den Hauptgang entlang und findet auf der einen Seite Westdeutsche und auf der anderen Seite Ostdeutsche Exponate, alle sortiert in zeitlichen Schritten von 1949 bis 1989. Jedes Auto hat eine ausführliche Tafel zur Erklärung und so sorgt dieser "Vergleich" für angenehme Kurzweil.

In jedem Fall ist das Museum ein schöner Halt an einem Urlaubstag auf der zauberhaften Insel Rügen und wer ohnehin schon hier in Prora ist, der sollte unbedingt noch einen Stopp in Binz einlegen. Für fleißige Wanderer ist der Weg von Prora bis zur Seebrücke von Binz sogar zu Fuß zu erledigen (ca. 6 km), dabei geht es dann auch fast die ganze Zeit am Meer entlang. Schöner kann man so einen Besuch ja nicht erleben!

Text: Andreas Leffler, Bilder: Andreas Leffler

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Autobau Erlebniswelt

Ein Museum der besonderen Art

Dank einem Tipp von Freunden nutzte ich unseren herbstlichen Kurzurlaub am Bodensee, um für einen Tagesausflug nach Romanshorn in die Schweiz überzusetzen. Fähren von Friedrichshafen nach Romanshorn verkehren stündlich und somit ist die Anreise nicht nur schnell gemacht sondern auch recht erholsam. Vom Hafen in Romanshorn kann man zu Fuß in ca. 15-20 Minuten zur Auto-Erlebniswelt pilgern und vorweg sei gesagt, der Ausflug hat sich definitiv gelohnt!

Gleich am Eingang ereilte uns erst einmal ein kurzer Schock. 23 Euro Eintritt ist nach deutschen Maßgaben ein recht stolzer Preis. Aber man weiß ja, dass es den Eidgenossen auch finanziell ein gutes Stückchen besser geht als uns. Bezahlen konnte man immerhin auch in Euro und so machten wir uns in guter Hoffnung auf ins Innere des Gebäuekomplexes.

Nun gibt es ja solche und solche Automuseen. Die Autobau Erlebniswelt ist jedenfalls genau das - eine Erlebniswelt für Autoenthusiasten. BMW M1, Lancia Delta, Lancia Stratos, ein Mustang Mach 1 mit CobraJet Motor, eine Jaguar E-Type, eine Corvette C1 oder auch eine AC Cobra mit Ford Motor wären in vielen Museen oder bei zahllosen Autotreffen echte Highlights. Hier sind sie nur ein paar der Fahrzeuge, die bei weitem nicht die Seltensten oder Wertvollsten darstellen.

Vorab sei aber noch gesagt, dass nicht nur die Zusammenstellung der Sammlung, sondern auch die Qualität der ausgestellt Fahrzeuge wirklich bemerkenswert ist. Wer die erste Empfangshalle und die Oldtimerhalle hinter sich hat, kommt schließlich in den Turm mit den Rennautos. Letztere sind zwar nicht unbedingt meine Welt, aber auch hier ist die Zusammensetzung berühmter Wägen mehr als nur hochklassig.

Mein persönliches Highlight kommt dann in Form der Supersportwagenausstellung. Auch hier finden sich genügend Fahrzeuge der Extraklasse und neben schon fast "normalen" Supercars wie dem Lamborghini Gallardo, einem Diabolo, dem Ferrari 512 TR oder auch einem DeTomaso Pantera stapeln sich förmlich die echten Exoten, die selbst hartgesottene Autofans nur selten zu sehen bekommen.

Wie wäre es etwa mit einer drei-Generationen Reihe des Ford GT oder einem Ferrari 512BB, gleich gegenüber von einem Lamborghini Miura? Oder doch lieber ein F40, einen Dino oder einen Acura NSX? Nicht selten genug? Na gut, habt ihr vorher schon einmal einen Saleen S7 gesehen oder einen Maserati MC20 oder etwa 2 Ferrari Daytona an einem Ort? Also ich nicht. Aber mein persönliches Highlight, war das Supercar meiner Jugend, der Vector W8.

Was für eine Ansammlung automobiler Legenden. Also, in kurzen Worten, die Autobau Erlebniswelt ist definitiv und zweifelsohne einen Besuch wert, wenn ihr mich fragt!

Text: Andreas Leffler, Bilder: Andreas Leffler

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Oldtimer Picknick Automuseum Wolfegg

Eine wunderschöne Reise in die Vergangenheit

Nach zwei Jahren Zwangspause gab es endlich wieder das legendäre Oldtimer Picknick vom Automuseum Wolfegg! Die Wettervorhersage war zunächst unentschlossen, sah dann aber doch plötzlich ganz ordentlich aus. Dazu das prachtvolle Schloss im Hintergrund, der wunderbare Schlossgarten als Stellfläche und natürlich das Museum. Was soll da schon schief gehen? Das kann ja nur gut werden. Das dachten wir uns auch, als wir uns bereits einen Tag vorher auf den Weg in Richtung Bodensee machten.

Um 9 Uhr morgens sollte es los gehen und Nicolas der Veranstalter hatte uns schon gewarnt, dass es schnell recht voll werden könnte. Er hatte nicht übertrieben. Bereits auf dem 5-minütigen Weg vom Hotel zum Schloss bestimmten Oldtimer das beschauliche Straßenbild. Wir waren dann bereits um 9.15 Uhr da und mehr als die Hälfte der Plätze waren vermutlich schon belegt. Unter angenehmen Baumschatten hatte man einen hübschen Biergarten mit Bar, Grill und Kuchentheke eingerichtet. Auf der Bühne neben der Orangerie machte sich der örtliche Musikverein bereit für seinen Auftritt.

Wir selbst wurden bereits kurz nach dem Eingang mit unserem "Karlchen" von anderen W124 Fahrern heran gewunken, wo wir einen schönen Platz ergattern konnten. Natürlich kam man schnell ins Gespräch, während weitere Fahrzeuge an uns vorbei herein knatterten oder bobbelten, je nachdem ob es sich eher um eine Isetta oder einen Cadillac handelte. Einige Gäste hatten sich sogar passend zur Zeit aus dem ihr Fahrzeug stammte gekleidet. Picknickdecken und Sitzgrupen wurden ausgebreitet.

Alles in allem denke ich war Wolfegg am Ende in der Hand von mehreren Hundert Oldtimern. Nachdem der Schlossgarten und der Museumsparkplatz voll waren, wurden zwei weitere Ausweichparkplätze und sogar ein nahe gelegenes Feld als Stellflächen angeboten. Es war ein ständiges Kommen und Gehen und selbst wenn man sich nur, wie wir ins Schlosscafe gesetzt hat, konnte man dem Rummel wunderbar beiwohnen. Noch schöner war es natürlich auf den Bänkchen im Schlosspark, zwischen Statuen und Springbrunnen, wo überall gefachsimpelt wurde, Besitzer mit ihren Hündchen Gassi gingen, zahllose Fotografen am Werk waren oder man gemeinschaftlich in den Birgarten marschierte.

Für uns war es jedenfalls ein wunderschöner Ausflug in eine sorgenfreie alte Zeit, ein perfektes Treffen, bei dem gefühlt ein ganzes Städchen mitarbeitete und Spaß hatte. Für mich definitiv eine Empfehlung. Falls ihr also auch eine Fahrzeug aus der Kategorie 30 Jahre oder älter habt, dann verpasst das Oldtimer Picknick nächstes Jahr nicht. Und falls ihr keines habt, aber gerne alte Autos anguckt, tolle Stimmung und schönes Ambiente mögt, dann seid ihr hier definitiv auch richtig!

Text: Andreas Leffler, Bilder: Andreas Leffler, Teresa Zellner

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Tuning World Bodensee 2022

Das Mekka der Branche meldet sich zurück!

Nach zwei Jahren Pause kehrt die Tuning World endlich zurück an ihre gewohnte Umgebung. Völlig klar, dass wir auch dabei sein mussten. Nicht nur weil zahlreiche Freunde und Bekannte dort ausstellten, sondern um einfach wieder einmal die Essenz der Szene zu spüren! Über 80.000 Begeisterte an einem Ort, da müssen wir hin!

Natürlich gab es vorweg und danach die üblichen Problemchen unserer Zeit. Der Bürgermeister einer anderen Gemeinde am Bodensee schimpfte gleich vorweg über das Event. Die Miss Tuning Wahl war abgesagt damit die Dauerempörten gar nicht erst ihre erhobenen Zeigefinger präsentieren konnten, dementsprechend fanden sich auch weniger Messegirls als noch vor einigen Jahren und die Polizei zog wie gewohnt ihre Kreise um das Event. Wie passend, dass man im Nachgang auch gleich die Schlagzeile „Die Polizei lässt mehr als 30 Autos stilllegen“ lesen konnte. Wow, bei 87.300 Besuchern wurden 31 Autos still gelegt. Das ist doch eine Schlagzeile wert, natürlich immer mit dem Hinweis, dass die Anwohner seit Jahren genervt sind von der Veranstaltung. Das ist ungefähr so, wie wenn man das Oktoberfest an betrunkenen Schreihälsen und besoffenen Randalierern fest machen würde. Da fänden sich bestimmt mehr als 31 "Einzelfälle" und genervte Anwohner gibt es hüben wie drüben sowieso immer. Am Besten einfach alles was man nicht noch teurer machen kann verbieten, dass wäre doch eine super Sache, oder?

Aber vergessen wir die Ironie und betreten wir lieber die Messe. Der Geruch von Burgern und Pommes weht über den Hof, auf dem bei der „Wheels vs. Gravity“ Show die Motorräder durch die Luft fliegen. Im Wechsel dazu drehen auf dem Platz hinter dem A Block die Drifter ihre Runden. Verbrannter Gummi und Lärm, oldschool Unterhaltung im besten Sinne. Den Leuten gefällt es und das ist das Wichtigste. Ein Stückchen alte Normalität in diesen verrückten Zeiten. Spannend ging es auch beim European Tuning Showdown zu, bei dem u.a. auch unserer Michi von K-City Cars mit seinem BMW E39 teilnahm. Am Ende aber gewann ein Volvo V70, herzlichen Glückwunsch nach Schweden! So oder so waren wirklich zahlreiche echte Hochkaräter dabei, kein Wunder bei insgesamt mehr als 1500 Autos vor Ort, von denen aber nur 48 am Show Down teilnahmen.

Highlights gab es selbstverständlich auch anderswo, abseits von den großen Bühnen: Viele schöne Fahrzeuge, zahlreiche Aussteller und natürlich die Clubstände machten den Besuch erst richtig sehenswert. Unsere Freunde vom Tuning Team Altmühltal, empfingen ihre Besucher z.B. in ihrem „bayerischen Biergarten“, da haben auch wir gerne gerastet und ein Bierchen getrunken.

Aber auch sonst freuten wir uns über viele Gespräche und Wiedersehen, egal ob mit den Jungs und Mädels vom BMW Club Munichs, vom Tuning Club Erding oder noch mit vielen anderen. Wir kommen gerne wieder und hoffen, dass diese Institution noch lange bestehen bleibt!

Text: Andreas Leffler, Bilder: Andreas Leffler, Teresa Zellner

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Immer einen Besuch wert!

Die Motorworld München

Mehr oder weniger ungeplant hat es mich letzten Sonntag in die neue Motorworld München verschlagen. Ich kannte sie bis dato nur als Baustelle, auf der einmal vor einigen Jahren ein Luxusauto-Treffen statt gefunden hatte. Aber jetzt waren die Tore offiziell offen, also Grund genug für mich, einmal vorbei zu fahren.

 

Die beste Nachricht vorweg: Es gibt viel zu sehen und es kostet keinen Eintritt. Auch wenn der riesige Gebäudekomplex noch nicht voll ausgebucht ist, die Lagerboxen für Oldtimer weitgehend leer stehen und da ich an einem Sonntag da war, auch noch einige Läden geschlossen hatten, so ist es doch ein schöner und vor allem empfehlenswerter Ausflug für Menschen mit Benzin im Blut.

 

Parken kann man mit etwas Glück kostenlos im Industriegebiet vor der Türe oder eben für erträgliche 2,50 Euro die Stunde am hauseigenen Parkplatz. Im Gebäude selbst gibt es vor allem Autos, Läden die irgendwas mit Autos zu tun haben und Gastroangebote. Wir haben uns problemlos zwei Stunden um die Ohren geschlagen und wenn man genauer hinschaut oder auch noch essen gehen mag, dann kann man hier sicher noch einige Zeit länger verweilen.

Highlights gibt es nun viele - alt, neu, schnell, teuer, klein, groß, besonders, selten - alles ist da und vermutlich findet jeder etwas, was er gerne mitnehmen würde, wenn der Geldbeutel es denn zulässt. Für mich die Nummer 1: Bei GT-A Racing steht der Skyline aus Fast and Furious in dem ich zu Beginn meiner Asphaltheldenzeit schon mal sitzen durfte und den ich auch fast gefahren hätte. Naja, fast ist eben nicht ganz. Aber trotzdem eine schöne Erinnerung den Wagen wieder zu sehen. Weiter geht es mit einem Brabus Boot, Niederlassungen von McLaren und Alpine und natürlich ganz vielen anderen Händlern und Ausstellern. Für mich aber der Knaller, die moderne Interpretation der "roten Sau"!

Anonsten bleibt mir nur zu sagen, die Gastropreise sind zwar münchentypisch hoch, aber es lohnt sich definitiv schon alleine deshalb draussen auf einem der Sofas mit einem Drink in der Hand zu sitzen, um zu beobachten welche Gästeautos so auf den Parkplatz rollen. Carwatching statt Peoplewatching sozusagen. Denn nicht nur in den Hallen steht viel spannendes Edelblech, sondern auch die Besucher kommen mit viel Sehenswertem, von Rolls Royce bis zum Nissan GTR. Ich werde sicher wieder kommen und hoffe die Motorworld einmal mit einem Event verknüpfen zu können. Bis dahin - gönnt euch!

Text: Andreas Leffler, Bilder: Andreas Leffler

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