American Muscle

Modern Musclecar Wars

Coole Namen, alte Zeiten und Power für das Volk

Es scheint wie aus einem Land vor langer Zeit und genau so ist es auch, die Musclecarwars in den USA der 60er. Die großen Drei von Ford, General Motors und Chrysler überboten sich förmlich mit immer mehr PS, mit immer mehr Hubraum und mit immer wilderen Ideen. Wer braucht schon Bremsen die größer als eine Teetasse sind oder Sicherheitsgurte wenn man „Shaker Hoods“ und Rennstreifen haben kann?! Das ging so lange gut bis in den 70ern plötzlich die Spielverderber mit ihrer Ölkrise, ihrem Umweltschutz und ihren Sicherheitsbedenken um die Ecke kamen. Die Zeit in der sich Autohersteller wie Kinder auf dem Markt austobten konnten schien für immer verloren zu sein. 

 

Zeitsprung ins Jahr 2018. Die ganze Welt ist besetzt von blumigen Elektroträumen und grünen Ökophantasien. Im grünsten aller weltverbessernden Länder gibt es sogar die mehr als zweifelhaften Dieselfahrverbote. Doch ist es wirklich die ganze Welt? Nein! Ein gar nicht mal so kleines Land von unbeugsamen Cowboys hört nicht auf den Langweilern Widerstand zu leisten. 

 

Während bei uns also Downsizing und alternative Antriebskonzepte die Schlagzeilen beherrschen, während man bei drei Zylindern problemlos noch einen abschaltet, um ein paar Tropfen des wertvollen Benzins zu sparen, werden „in good old America“ die PS Zahlen plötzlich vierstellig. Man muss sie natürlich nicht mögen, die wilden, bösen Männerautos (oder böse Mädchen Autos), deren V8 Klang dem laktosefreien Feministen aus dem Nachbarbungalow sein glutenfreies Müsli im Halse stecken bleiben lässt. Selbiger mag sich wohl wundern und bestenfalls kopfschüttelnd ein „die Amis werden wohl nie erwachsen“ murmeln und damit hat er sogar recht: Die werden wohl wirklich nie erwachsen und das ist auch gut so! Auf allerlei „besser Leben“ Seiten versichert man uns doch immer wieder, dass wir nicht unser inneres Kind verlieren sollen und in den Vorstandsebenen der Amis sind die inneren Kinder zurück und toben wilder wie jemals zu vor herum, um unsere Autoleben wieder bunt und granatenstark zu machen. 

 

Fangen wir doch einfach mal bei den Namen an. In Deutschland fährst du einen 3er oder eine C-Klasse, im besten Fall hat dein Auto vielleicht einen Namen bei dem du keine Ahnung hast was er bedeutet oder was bitte ist ein Meriva oder ein Arteon? Die Japaner und andere Europäer sind da auch nicht viel besser. I-MiEV meets RCZ. Technologie meets Marketingdeutsch. Aber bei den Amis weiß man was man bekommt. Ich fahre einen Mustang, das ist doch mal eine Ansage! Vielleicht wird aus dem Mustang ja sogar ein Shelby, gut, da weiß man im ersten Moment auch nicht was das ist aber der Name eines Rennfahrers in Verbindung mit dem bösen Schlangenlogo lässt keinen Raum für Kritik. Bullitt und Boss treffen auf Mach 1. Alles Mustang Namen und unter der Haube schlummert der Coyote. Das ist der Motorenname des 5.0 V8. Coyote ist doch mal eine coole Bezeichnung und dazu gibts die Badges mit dem heulenden Kojoten für den Kühlergrill. Selbst die besten Motoren anderer Länder haben meist nur Namen für die man beim „auswendig lernen“ in der Schule Fleißsternchen bekommen hätte wie z.B. der RB26DETT (der zugegebenermaßen sehr gelungene Nissan Skyline GT-R Motor). Der aufgepimpte Coyote im Shelby 350GT heisst übrigens Voodoo, man darf also magische Momente erwarten. Doch mit seinen 450 PS im aktuellen Mustang GT geht der Krieg der Muskeln ja heute erst los. Dodge hat mit dem Hellcat (aktuell 717 PS) und dem Demon (840 PS) die Messlatte schon fast lächerlich hoch gesetzt. Letzterer ist sogar das schnellste Serienfahrzeug auf der Viertelmeile (9,65 Sekunden), schöne Grüße zu den millionenschweren Supersportlern aus Europa. Der Demon kostet übrigens eigentlich nur ca. 85.000 Dollar in den USA. Ein Schnäppchen also, allerdings ein schnell ausverkauftes und sicher bald im Wert explodierendes Schnäppchen. Aber kein Grund zur Traurigkeit, im Notfall kann man sich ja auch mit dem neuen Challenger Hellcat Redeye mit „nur 808 PS“ zufrieden geben. Wo Höllenkatzen mit roten Augen auf Dämonen treffen, da ist es einfach coole Halloween Werbevideos zu drehen, wie bei Dodge gerade geschehen. 

 

Doch damit ist bei den aktuellen Musclecarwars noch lange nicht Schluss, Schluss ist dafür mit allerlei Hexenwerk. Denn der bekannte Tuner Hennessey schickt seinen Camaro „Exorcist“ ins Rennen und mit 1000 PS stellt der Cam derzeit definitiv klar, wo der Hexenhammer hängt. Allerdings muss man als Mustang und Dodge Fahrer nicht gleich in Panik ausbrechen, denn nur 100 Exorzisten sollen pro Modelljahr die Straßen vom Bösen befreien.

Bevor die Umweltschützer unter meinen Lesern jetzt Schnappatmung bekommen, entkrampft euch doch einfach alle mal und freut euch, dass es überhaupt noch Hersteller gibt, die bezahlbare Superpower mit kindlicher Freude und coolen Namen auf die Straße bringen. Lange wird es das nicht mehr geben und dann werden Pferdestärken und dicke Maschinen nur noch den oberen Zehntausend vorbehalten sein. 

Und eine gute Nachricht gibt es ja obendrein auch noch. Natürlich fahren all diese Autos nicht nur mit Luft und Liebe und wie man so schön sagt, Spaß kostet eben. Aber wenn wir z.B. nochmal den Mustang nehmen, so ist er z.B. sogar von der sogenannten Gas Guzzler Tax, also der Spritsäufer Steuer ausgenommen. Letztere zeigt, dass auch die USA gegen heftige Umweltverschmutzung mit dicken Strafen vorgehen, kostet sie doch zwischen 1000 und knapp 8000 Dollar. Nicht so z.B. beim Coyote Motor im Mustang. In meinem eigenen 2013ner GT leistet der Motor knapp 430 PS und ich habe ihn schon auf Langstrecke mit unter 10 Litern gefahren, das nenne ich mal ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Meine Alltagskarre aus Deutschland mit modernem 1,6 Liter Turbo-Ökopupser  braucht grade mal 2 Liter weniger. Noch Fragen?

Also lasst den Krieg der Musclecars noch ein bisschen weiter gehen und jetzt ist es ohnehin wieder an Ford, einen drauf zu legen. Der neue Shelby GT500 steht schon in seinen Startlöchern und wir sind gespannt wie er sich im höllischen Duell von Hennessey und Dodge positioniert! 

Text: Andreas Leffler Bilder: FCA US, Hennessy Performance, Asphalthelden


Ford Mustang Generation 5

Leben mit dem Pony und Kaufberatung

 Richtig viel Power unter der Haube, acht freundliche Zylinder, Starrachse und eine Menge Blech außen herum zu einem bezahlbaren Preis. Das waren die Musclecar Träume im Amerika der sechziger Jahre. Auch wenn der Mustang eigentlich ja die Klasse des Ponycars und nicht der Musclecars definiert hat, so ist er, oder vielmehr war er bis zum Modellwechsel 2014, der letzte Vertreter der oben genannten Bauweise, denn die bekannten Konkurrenten von Dodge und Chevy haben zumindest die Starrachse bereits vor Jahren in Rente geschickt. Was also bekomme ich, wenn ich mir den Wunsch des Klassikers in moderner Interpretation erfülle? Einen potenten Sportwagen, ein röchelndes Musclecar oder einfach nur billiges Amiblech mit schlechter Straßenlage? 

 

Der Mustang 5 - ein Überblick

Die fünfte Generation des Mustangs gab es von 2004 bis 2014 und mit ihrem Design ist Ford ein echtes Meisterwerk gelungen. Mit jeder Menge Retrocharme in moderner Interpretation befeuerte Ford die etwas eingeschlafenen Musclecarträume wieder neu und erschuf einen wahren Boom, der letztendlich dazu geführt hat, dass der Mustang letztes Jahr weltweit der meist verkaufte Sportwagen war. Den Generation 5 Mustang gab es nun in drei verschiedenen Evolutionsstufen. Für das Modelljahr 2010 kam der erste Facelift, der an neuer Front, neuem Heck und wertigerem Innenraum sofort zu erkennen ist. Die verbesserten und potenteren Motoren kamen leider erst 2011. 2013 war es dann Zeit für das letzte Facelift, bei dem Front und Heck dem Shelby angenähert wurden. Das allerdings kratzt nur an der Oberfläche und es gibt durchaus Leute die sagen, der letzte Mustang 5 wäre um so vieles besser wie der erste Mustang 5, dass man auch eine neue Modellgeneration daraus hätte machen können. Jedenfalls gab es den Wagen von 213 PS (V6 der frühen Baujahre) der bestenfalls zum gemütlichen aber dennoch durstigen cruisen taugt bis hin zum 660 PS Shelby, der (frei der Walter Röhrl Devise) jedem ambitionierten Fahrer bei der Beschleunigung die Tränen der Ergriffenheit waagrecht zum Ohr hin abfließen läßt. 

 

Erstkontakt mit unserem Testwagen

Wir fahren heute einen Mustang 5.0 GT aus dem Jahr 2013 mit Trackpack, also sozusagen die letzte Evolutionsstufe des GT. Die 5 Liter Coyote Maschine, verbaut seit 2011 leistet hier 427 PS und Trackpack bedeutet 19 Zoll Ford Racing Räder, Brembo Bremsen, vergrößerter Öl- und Wasserkühler, Torsen Helical Differential, und die geänderte Hinterachsübersetzung von 3.73:1. Das Ganze kommt überraschend „nur“ mit 6-Gang Handschalter. Abgesehen davon ist es das Premiummodel, also gibt es Ledersitze, das Shaker Soundsystem und eine Menge weiterer kleiner Aufhübschungen und technischen Nettigkeiten. Die originale Preisauszeichnung aus den USA liegt bei und wir sehen, das Ding hat dort keine 40.000 Dollar gekostet. Das ist mal eine Kampfansage. Leider sind die Wägen in Deutschland bei Weitem nicht so günstig weg gegangen. 

 

Sportwagen oder nicht Sportwagen?

Letztens wurde ich belächelt, als ich sagte, der Mustang sei ein Sportwagen. Oh, wie unwissend die deutsche Jugend doch manchmal ist und vorschnell mit dem Wort. Die Zeiten in denen die Amis bei jeder Kurve das große Zittern bekamen sind längst vorbei. Erstens haben wir hier einen reinrassigen GT mit 2+2 Sitzen, einer mächtigen Leistung von knappen 430 PS und Hinterradantrieb und zweitens wird der findige Leser fest stellen, dass bereits der hier getestete GT-Trackpack der deutschen Konkurrenz auf zahlreichen Rennstrecken ziemlich eingeheizt hat und wir reden hier noch nicht einmal über den nachgeschärften Boss 302 oder etwa einen Shelby. Spätestens mit dem 5.0 Liter Coyote Aggregat ist der Mustang leistungsmäßig in eine Klasse aufgestiegen, wo sich vor 10 Jahren noch Supersportwagen getummelt haben. Und da sind wir auch gleich beim Sahnestück des Autos. Ein moderner 4 Ventil Motor mit Leistung satt in allen Drehzahlbereichen. Dabei ist er völlig entgegen dem deutschen Vorurteil relativ sparsam. Über eine 500km gefahrene Autobahnstrecke hatte ich beim „Mitschwimmen“ einen Verbrauch von 9,9 Liter Superbenzin auf der Uhr und selbst im realen Alltag (bei mir überwiegend Landstraße und etwas Autobahn) komme ich selten über 12 Liter. Die amerikanische Presse schrieb einmal, der Coyote Motor sei eine Meisterleistung oder gar ein Wunder und genau dies ist er nach meiner Meinung auch. Eine der besten Maschinen, die in den letzten 10 Jahren gebaut wurde, wenn man Leistung, Verbrauch und Kosten zusammen anschaut, damit widerlegt der Coyote alles, was man je an Vorurteile gegenüber amerikanischen Motoren hatte und lässt so manches 2.0 Liter-Turbo-Sparmobil ziemlich unwirtschaftlich erscheinen. Der einzig wirklich nervige Punkt ist, dass Ford den Wagen bei etwa 245 abgeriegelt hat. Zumindest dem Trackpack, der auch deutsche Autobahngeschwindigkeiten dank vergrößertem Öl- und Wasserkühler und dem Brembopack viel eher verträgt, hätte man diese Schmach ersparen können. Denn so, muss man zum Tuner seines Vertrauens, der einem die lästige Sperre entfernt. Und auch wenn ich eigentlich kein Autobahnraser bin, so ist diese Sperre wirklich extrem lästig, denn der Wagen schiebt ohne nachlassen bis ans Ende durch, dass es nur so eine Freude ist und plötzlich nimmt einem die Elektronik den Spaß und man muss schmachvoll den schwachbrüstigen Vertreterkombi, der grade noch ganz klein im Rückspiegel war, passieren lassen. Um also die Frage dieses Absatzes zu beantworten: Natürlich ist der Mustang ein Sportwagen und was für einer!

 

Unfälle, Unwegbarkeiten und sonstige Gefahren

Leider ist das Fahren mit dem Mustang nicht ganz problemfrei und ich sage es jetzt einfach mal so wie ich es empfinde: Ich habe in meinem Leben einige hundert Autos gefahren und der Mustang nimmt eine Sonderstellung ein. Er verhält sich wirklich anders als viele andere Autos. Das sieht man wohl leider auch daran, dass in einschlägigen Mustang Gruppen laufend Unfälle gepostet werden und die hämischen Fans der Konkurrenz gerne Videos mit völlig unkontrolliert ins Grüne driftenden Mustangs austauschen. Generell kann ich nur sagen: Beide Hände an die Zügel bzw. ans Lenkrad. Das große Problem, zumindest bei dem Testwagen hier, ist der extreme Unterschied basierend auf: Untergrund, Temperatur und Nässe bzw. Trockenheit. 

Fährst du den Wagen auf trockener Straße mit gutem Asphalt an einem schönen Sommertag, dann sagen alle Beifahrer immer das Gleiche: Ich hätte ja nie gedacht, dass ein Mustang so gut über die Landstraßen fliegt. Doch hat die Straße Querfugen, dann stuckert mir plötzlich die Hinterachse davon. Hat die Straße Längsfugen, läuft er diesen hinterher wie ein gutes Pony der Karotte und wenn die Straße nass ist, dann ist sowieso alles aus. Die Traktionskontrolle kommt sehr spät und das Heck verselbstständigt sich plötzlich. Der Unterschied im Handling auf guter und trockener Straße im Gegensatz zu schlechter und nasser Straße ist für mich bei keinem anderen modernen Fahrzeug derart ausgeprägt wie bei diesem Mustang und daher auch ein bisschen unvorhersehbar. Auf der Rennstrecke in fachkundigen Händen ist der Mustang daher immer für eine Hammer-Rundenzeit gut. In der Realität der deutschen Holperlandstraßen und des wechselhaften Wetters in Laienhand ist er mit Vorsicht zu genießen, da hier ein leichtes Ausbrechen bei Gegenverkehr schon zum Supergau führen könte. Das kann zu einem gewissen Teil auch an den montierten Reifen liegen. Der Trackpack kommt mit Pirelli P Zero und da gibt es endlose Diskussionen im Internet zu diesem Thema. Die wahrscheinlichste Theorie für mich ist, dass die montierten Reifen für maximalen Grip bei hoher Hitze und trockener Fahrbahn auf der Rennstrecke entwickelt wurden. Bei Nässe sollen sie dafür starke Probleme haben. Für meinen Testwagen zumindest, kann ich das unterschreiben. 

 

Schöner Wohnen

Der Innenraum des Mustang ist „gewöhnungsbdürftig“ (frühe Generation 5) bis „ganz hübsch“ (späte Generation 5 mit Premiumausstattung). Die Plastiktristesse wurde mit Leder, Aluleistchen, farblich frei einstellbarer Ambientebeleuchtung und vielen weiteren Kleinigkeiten wohnlicher gestaltet. In kurzen Worten, man kann damit leben und Multifunktionslenkrad, die Xenon Lichter oder die Track-Apps sind nur ein paar Highlights. Mit letzteren kann man z.B. direkt die eigenen Beschleunigungszeiten oder 1/4 Meile Zeiten nehmen. Selbst das etwas amerikanische Lenkverhalten, lässt sich per Sporttaste nachschärfen. Leider gibt es auch eine Menge Features, die einem in Deutschland gar nichts bringen: Das Radio empfängt US typisch nur die ungeraden Frequenzen, der Empfang vieler Sender ist also schlecht oder auch gar nicht möglich. Die super coolen Garagentoröffner in der Sonnenblende haben eine ganz andere Frequenz und können ohne Umwege und Bastelei nicht angelernt werden und das Satellitenradio geht auch nicht. Immerhin funktioniert die Bluetoothanbindung, so freut man sich eben über die kleinen Dinge. Ein fetter Kofferraum für den langen Urlaub ist dann immerhin ein echtes Plus. Sehr amerikanisch sind hingegen die „Sportsitze“ die tatsächlich nicht unbequem sind aber echt sportlich geht anders. Falls ihr die Chance habt ein Modell mit den Reacaros, die man ab Werk bestellen konnte, zu erhaschen wären diese zumindest aus meiner Sicht ein echtes Plus. Wenn einen unter dem Strich ein kleines Klappern hier und ein Quietschen dort nicht stört, kann man sich inzwischen auch im Mustang gemütlich zurück lehnen und genießen. Wer auf Perfektion im Detail steht, der sollte bedenken, dass man all dies wie oben erwähnt, in den USA zu einem echten Kampfpreis bekommt und dass da an dem einen oder anderen Detail gespart wird, muss dann auch nicht weiter verwundern. 

 

Welchen Generation 5 Mustang soll ich mir kaufen?

Die Antwort hierauf liegt zunächst einmal ganz alleine am Budget. Frühe Generation 5 mit V6 Motor bekommt man inzwischen für etwa 10.000 Euro. Späte Shelby Modelle für weit über 50.000 Euro. Den Testwagen mit Premium, Trackpack und nur gut 10.000 km auf der Uhr gibt es für etwa 35.000 Euro. Amerikanisches Flair, ein Pony auf dem Kühler und ein cooles Grinsen im Gesicht gibt es bei jedem Modell serienmäßig. Wenn man aufs Geld schauen muss würde ich persönlich immer ein frühes Generation 5 Modell mit dem 4,6 Liter V8 kaufen. Der Wagen liefert gut 300 PS und geht sehr ordentlich voran, der Verbrauch ist dabei nur marginal höher als beim 4.0 V6. Den Innenraum muss man halt akzeptieren wie er ist, dafür hat man den geliebten V8 Sound und jede Menge Spaß für oftmals schon 15.000-20.000 Euro. Persönlich finde ich aber den Coyote Motor einfach zu gut um ihn nicht zu kaufen und auch den Innenraumfacelift von 2011 sehr erfreulich. Allerdings sprechen wir hier schon eher über 25.000 Euro oder mehr. Automatik oder Handschaltung ist wie immer eine Glaubensfrage. Für sportliche Fahrer sei gesagt, dass die Mustangautomatik aber nicht mit einem modernen Doppelkupplungsgetriebe vergleichbar ist. Mein persönlicher Traum wäre ein Boss 302 der durch die limitierte Auflage echtes Wersteigerungspotential hat und außerdem der schnellste Ford Serienmustang ist (Ford, nicht Shelby). Leider sind viele Boss 302 die bei uns landen und einigermaßen bezahlbar sind Unfallwägen. Aber auch generell sind viele Mustangs Unfaller und wer sich in die Wirren des worls-wide-web begibt, den wird erst einmal eine große Verunsicherung überkommen. Man liest überall von Lug und Betrug, Unfallwägen und Bastelbuden. Ich selbst habe mir einige Fahrzeuge mit zweifelhafter Historie angeschaut und kann nur sagen: Es schadet generell nicht, mehrere Modelle anzuschauen und zu fahren (ich selbst habe etwa 8 Monate gesucht, vier Autos gefahren und zahllose angeschaut). Achtung hierbei, der Mustang weckt ganz schnell dieses „will haben“ Gen, welches den Verstand ausschaltet. Immer nach Carfax fragen und im Zweifel einen Profi mitnehmen, der vor dem Kauf einen Blick auf den Wagen wirft.

 

Resümee

Der Ford Mustang 5 ist wie man in den USA sagt „a-ton-of-fun“ und definitiv eine Kaufempfehlung, wenn man sich den Traum vom Ami erfüllen möchte. Aber natürlich muss man den Wagen mögen und ihm all die kleinen „amerikanischen Unzulänglichkeiten“ verzeihen. Wer nicht mit deutschem Perfektionismus und Besserwisserei an das Fahrzeug heran geht wird viele schöne Stunden mit seinem Mustang verbringen. Das soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass man sich dem Pony mit Vorsicht nähern sollte, denn unter der Karosse steckt ein Wildpferd und es klingt ein bisschen seltsam, aber ich empfehle definitiv, das Fahren nochmal neu zu lernen und seine Fahrkünste zu überdenken, wenn man sich das Pony in den Stall stellt. Es ist wirklich ein „ganz anderes Auto als die meisten anderen Fahrzeuge“. Aber wenn man das tut, dann ist man vielleicht einer der letzten Cowboys in einer glattgebügelten Welt des Elektroschrotts und das fühlt sich so unendlich gut an! In diesem Sinne guten Ritt und da der Testwagen mir gehört, kann ich noch viele weitere Fragen zum Thema beantworten. Wenn also auch du dir einen Mustang kaufen willst und Fragen hast, kannst du mir gerne schreiben. 

Text: Anderas Leffler Bilder: Andreas Leffler


Der Mustang Generation 6

Kein echter Mustang oder das beste Pony aller zeiten?

Endlich wird das Pony offiziell in Deutschland verkauft. Keine Grauimporte mehr, keine Unfallwagen irgendwo aus dem hintersten Litauen. Nein, ein Gang zum Fordhändler um die Ecke, eine Kaufentscheidung und schon sitzt man am Steuer seines amerikanischen Traums. Doch wieviel „Muscle“ bzw. Ponycar steckt noch im neuen Mustang? Ford sei Dank hatte ich die Möglichkeit eine im wahrsten Sinne des Wortes „bunte Palette“ des aktuellen Mustangs zu testen. 

 

Man stelle sich vor, ein Mustang mit 4-Zylindern! Skandal, das kann doch gar nicht sein! Doch es kann und es konnte sogar schon 1979, als der zumindest diskussionswürdige Mustang III mit einem grusligen 2,3 Liter 4 Zylinder und ganzen 89 PS in den Startlöchern stand. Der 4-Zylinder hat also tatsächlich so etwas wie Tradition und sogar die 2,3 Liter sind geblieben. Allerdings wartet der neue 4-Zylinder mit 317 Pferdchen auf, was immerhin mehr ist als uns die 4,6 Liter V8 Maschinen der 5. Generation bis 2010 versprachen. So schlecht kann das Auto also gar nicht sein. Wir schreiten zur Tat und drehen ein paar Runden mit 4 und 8 Zylinder, mit Fastback und Cabrio. 

 

Erstkontakt

Mein ganz persönliches Designempfinden sagt, von außen ist die 6. Generation eine außerordentlich gelungene Weiterentwicklung des Mustangdesigns seiner Vorgänger. Das Ding sieht einfach aus wie ein Mustang, eine sehr aktuelle Interpretation des Mustang, aber eben ein Mustang. Auch innen ist der Mustang modern wie nie, die verwendeten Materialien haben sich gegenüber allen Vorgängern nochmal deutlich verbesserte, ebenso wie das Design. Ein richtig cooles Auto, wie gewohnt vom Mustang, mit mehr als ausreichend Platz auf den Vordersitzen, einer engen Rückbank und einem recht ordentlichen Kofferraum für einen Sportwagen (332-408 Liter). Das Ganze könnte mir gefallen. 

 

Die leidige 4, 6 oder doch 8 Zylinder Diskussion

Ich glaube es gibt keine Diskussion die öfter und mit mehr Leidenschaft in den einschlägigen Foren geführt wird, wie die über die Zylinderzahl des geliebten Ponys. Nach einem ausgiebigen Ausritt mit dem Ecoboost und natürlich auch einschlägiger Erfahrung mit den Vorgängermodellen in den unterschiedlichen Motorisierungen kann ich auch dazu nur folgendes sagen: Der 4-Zylinder Ecoboost ist ein guter Motor. Der Mustang fährt sportlich und ist glattgebügelt für unsere glattgebügelte Welt der ökonomischen Vernunft, sofern so ein Auto überhaupt irgendwie vernünftig sein kann. Irgendwie verstehe ich daher die ganze Diskussion nicht, da die meisten Menschen heute schon Stresspickel bekommen, wenn ihr Schnitzel nicht von einem glücklich zu Tode massierten Rindvieh stammt oder sie das Bio Schildchen auf ihrem Bananen-Kiwi-Goji Beeren Smoothie vermissen. Ford muss Geld verdienen wie jede andere Firma auch und sie bauen deshalb ein Auto passend für unsere schöne neue Welt - Ende der Diskussion. Ich sage nur: "meist verkaufter Sportwagen". Dazu kommt, dass sich der 4-Zylinder eben auch noch gut fährt - so what?! Die anderen Motoren die es in den letzten 10 Jahren so gab? Der 4.0 Liter 6 Zylinder aus der frühen Generation 5 ist für mich ein Drama ohne Ende und ohne Leistung, der 3,7 Liter 6-Zylinder, der, wie es aussieht, aktuell wohl auch erst einmal der letzte 6er bleiben wird, ist ein guter Motor, dem ich dennoch den Ecoboost vorziehen würde. Wenn schon sparen, dann richtig. Außerdem lässt sich Turbo gut tunen und die 434 Nm aus dem Ecoboost sind auch nicht zu verachten. Wer aber eben einen klassischen Ami will und lieber Steak statt Tofuburger futtert, für den ist nach wie vor der 8-Zylinder das Maß aller Dinge. Beste Leistung, bester Sound und wer weiß wie lange man uns ohnehin noch erlaubt so etwas zu besitzen, bevor uns die Generation der „ich wurde am Pausenhof immer verprügelt“ Leader dies endlich auch noch verbietet und wir alle mit einem ferngesteuerten Elektroschuhkarton herum eiern müssen. 

 

Auf der Straße

Nach Wegfall der Starrachse fahren sich die neuen Mustangs gar nicht mehr wie Mustangs. Nein, sie fahren sich wie richtig gute und moderne Autos. Ich darf dass, sagen, denn ich besitze noch einen mit Starrachse. Dennoch, wer statt über Highways gerne über enge europäische Landstraßen bügelt und hier mal die Kuh bzw. das Pony fliegen lässt, der wird im Generation 6 Mustang sein positives Wunder erleben, zumal das Pony, passend für unser enges Land auch noch ein ganzes Stück kompakter und leichter ist, als die Konkurrenz von Dodge und Chevrolet. (Chevy hat hier seit 2016 nachgebessert, aber das ist ein anderes Thema). Ganz subjektiv würde ich im Eco-Boost sagen, ich könnte auch in einem 330er BMW sitzen, alles wirkt aus einem Guss und fährt auch so. Beim V8 ist es ebenso, nur eben noch schneller, wilder und mit besserem Sound. 

 

Mein persönliches Resümee

Ich liebe Cabrios, aber bei Muscle- und Ponycars tötet das Cabriodach für mich die gelungene Form. Das gilt bei mir sowohl für die alten 60er Jahre Modelle als auch heute noch. Von daher tendiere ich definitiv mehr zum Fastback. Den 4-Zylinder würde ich mir holen, wenn ich eine Mischung aus Spaßauto und Daily Driver suchen würde. Als gelungene Mischung von beidem ist der 2,3 Liter Ecoboost Generation 6 der vielleicht beste Mustang aller Zeiten, auch wenn mich jetzt viele für diesen Satz VIER-teilen wollen. Emotional würde ich mir natürlich den 8-Zylinder kaufen, deswegen besitze ich ja auch einen 8-Zylinder. Den bekomme ich als Fastback mit 421 PS ab 44.000 Euro. Mehr PS fürs Geld gibt es selten in unserem Breitengraden. Optionen? In jedem Fall für 1800 Euro die Recaros bestellen und für 2500 das Premium Paket und los geht die wilde Fahrt. 

Text: Andreas Leffler / Bilder: Andreas Leffler


Cadillac ATS-V

vor risiken und Nebenwirkungen wird gewarnt

Beginnen wir diesen Test mit einem Warnhinweis: Die Begegnung mit zweisitzigen Luxus-Sport-Coupes kann ungeahnte Risiken bergen. Fast niemand braucht diese Autos wirklich, sie sind weder so praktisch wie ein Familienkombi, noch so wendig wie ein guter, zweisitziger Roadster und doch führen sie meist zu unkontrollierten „Will-haben“ Syndromen, verbunden mit plötzlicher Schwindsucht des eigenen Bankkontos und einem Risiko auf erhöhten Punktestand in Flensburg. 

 

Wenn ich nun aber doch einen Blick riskiere und dem Virus eben jener Fahrzeugklasse verfalle, stehe ich nimmer noch vor der Entscheidung, welcher Bolide es denn werden soll. BMW M4, Audi RS5 Coupe? Blöd nur, dass unsere Straßen voller Audis und BMW`s sind und was, wenn der dämliche Nachbar gar nicht erkennt, dass das hier keine billige Vertreterkutsche mit 150 PS Diesel ist, sondern das Topmodell, der jeweiligen Reihe mit jeder Menge Rennsportgenen? Hier kann der Cadillac ATS-V eventuell Abhilfe schaffen. Klar gibt es den Überflieger aus den USA auch als zivile Version mit wesentlich weniger Testosteron an Bord aber die Wahrscheinlichkeit, dass der garstige Nachbar auch nur im entferntesten eine Ahnung davon hat, ist sehr gering. Denn der ATS gehört definitiv zu den Zulassungszwergen in Deutschland. So habe ich im Internet gelesen, dass die gesammelte ATS Familie auf exakt eine (in Zahlen: 1) Zulassung im November 2016 gekommen ist. Der Exotenstatus ist also schon mal garantiert und verrenkte Hälse neugieriger Passanten gibt es sozusagen serienmäßig dazu. 

 

Erstkontakt

Der seit 2012 erhältliche ATS entspricht dem aktuell kantigen Cadillac Design. Das kann man mögen oder nicht, in jedem Fall hebt es sich von den meisten anderen Autos ab und das ist für mich in der Welt des automobilen Einerleis mit garantierter Langeweile schon einmal ein ganz dickes Plus. Mein aktueller Testwagen hat gerade gute 2000 Kilometer auf der Uhr, kommt in sommerlich passendem Crystal White Tricoat (also in einem hübschen weiß) und mit jeder Menge schickem Karbon, welches im Sport-Aerodynamik Paket enthalten ist. Frontspiltter, Heckdiffusor und Belüftungsöffnungen in der Motorhaube bilden deshalb einen schönen Kontrast und ein Heckspoiler reckt sich keck in die Höhe. Das Ganze wirkt wie ein typisches Miami Vice Fahrzeug aus dem neuen Jahrtausend, also ziemlich cool, wenn ihr mich fragt. Nur fettere Alus in schwarz wären noch schön gewesen. Aber sonst - Begeisterung. 

 

Schöner Wohnen 

Ich steige ein und die wie immer schicken Recaros, die in diesem Fall sogar über Karbon Akzente verfügen, nehmen mich willig in Empfang. Die Sitzposition ist für mich perfekt, die Mischung aus Optik, Komfort und Sportlichkeit des Gestühls ebenfalls. Passend dazu wirkt das ganze Interieur wie aus einem Guss unter Verwendung guter Materialien. Haptik, Optik, alles zusammen ist eines Beifalls würdig. Cadillac nennt das im Prospekt ein Cockpit für Anspruchsvolle und ich würde das heute sofort unterschreiben. Natürlich kommt ein Fahrzeug dieser Preisklasse mit allen möglichen technischen Helferlein und Goodies wie z.B.: Head-up Display, Navigation, Bose-Sound, Sitzheizung, 16-fach elektrisch verstellbare Sitze, Multifunktionslenkrad, zahllose Assistenten von Spurhalte- bis Toter-Winkel. Als Bonus piept die Einparkhilfe nicht nur sondern lässt auch den Fahrersitz vibrieren wenn man sich einem Hindernis nähert. Ich selbst bin für solcherlei Krimskrams nur mäßig zu begeistern, denke allerdings dass der heutige Premiumkunde genau dies von einem solchen Fahrzeug erwartet. Also vermutlich alles richtig gemacht und das erklärt dann auch die knappen 1700 kg Leergewicht. Zeit den Startknopf zu drücken. 

 

Auf der Straße

Der 3,6 Liter Bi-Turbo springt unauffällig an und ich stelle ihn gleich von Tour auf Sport. Die Klappen im Auspuff öffnen sich und ich röchle mit gefälligen Brummeln vom Hof. Während die 8-Gang Automatik die Gänge stressfrei sortiert beginnt meine Reise durch Dörfer und über Landstraßen und hier sind wir bei dem Punkt, weshalb genau solche Autos süchtig machen können. Du weißt, du sitzt in einem Rennwagen, aber er kann das alles so gut weg dämpfen und lässt dich in aller Ruhe mit offnen Fenstern die Hauptstraße entlang cruisen, dass du genau die richtige Mischung aus cooler Entspannung und Freude über das „was möglich wäre“ empfindest. Dabei sitzt du nicht eingequetscht wie in einem richtigen Sportwagen, sondern gemütlich, während dein Arm lässig aus dem Fenster in der Frühlingssonne baumelt. Das „was kostet die Welt Gefühl“ in solchen Momenten - unbezahlbar. Kommen wir aber weg von der Schwärmerei zur puren Fahrdynamik. In einigen Rennstreckentests wurde der Cadillac von der Konkurrenz geschlagen, aber so what? Reales Leben wird nicht in ein paar Zehntel eingeteilt, es findet vielmehr auf der Straße statt und der ATS-V kann mehr, als die meisten von uns je auf einer Straße erleben werden. Das Magnetic-Ride Fahrwerk klebt die ganze Fuhre so gut auf die Straße, dass man auch auf kurvigen Landstraßen nicht ins Schwitzen kommt. Brembo Bremsen mit 6 Kolben vorne und 4 Kolben hinten sorgen dafür, dass man zeitig wieder zum stehen kommt und die ganzen 470 PS lasse ich bei meiner Ausfahrt auf die Autobahn einmal kurz von der Leine. Direkt von der Einfahrt auf die linke Spur, das Auspuff röhrt, ich durchbreche die 200 km/h Marke nur einen Augenblick später. Weder die 3,9 Sekunden vom 0-100km/h kann ich ausprobieren, noch die 304 km/h Spitzengeschwindigkeit, dafür ist einfach zu viel los. Das Röhren weicht langsam einem Turbopfeifen und bei knappen 250 bremsen mich diese pseudoeiligen Vertreterkutschen aus dem deutschen Süden, die immer glauben, die linke Spur würde ihnen gehören, leider aus. Ich lasse es gut sein und verlasse die Autobahn wieder um in aller Ruhe die Landstraße unsicher zu machen. 

 

Mein persönliches Resümee

Das ATS-V Coupe kostet 72.500 Euro Grundpreis. Die Aufpreisliste ist kurz aber nicht ganz günstig. Mit Navipaket und Sportpaket dürfte mein Testwagen etwas über 80.000 neu gekostet haben. Fast neu gibt es ihn tagesaktuell beim Autohaus Steppe in Horgau. Garantie bis 2019 serienmäßig an Bord. Abschließend muss ich sagen, ja, es hat mich erwischt. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich mit diesem Auto glücklich wäre. Platz für zwei (die Rücksitze sind eher erweiterte Ladezonen), ein passabler Kofferraum für den Ausflug nach Sylt am Wochenende (295 Liter), jede Menge Komfort (man wird ja nicht jünger) und trotzdem mehr Sportsgeist wie vermutlich 99 Prozent der anderen Autos auf der Straße (ich werde halt niemals erwachsen) sind doch eine recht verlockende Mischung. Fehlen mir nur noch 62.900 Euro zum Glück, für diese Summe könnt ihr meinen Testwagen nämlich jetzt erwerben. 

Text: Andreas Leffler Bilder: Andreas Leffler


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Das Buch zur Reise quer durch die USA
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