Team Cars

Natürlich schreiben wir nicht nur über Autos, wir leben den Autolifestyle jeden Tag, sonst könnten wir so ein Projekt ja gar nicht verwirklichen. Deshalb fahren die Meisten von uns auch ganz besondere Autos. Alles über diese Fahrzeuge, Erlebnisse mit ihnen, Tipps zu den entsprechenden Baureihen oder einfach nur ein paar schöne Fotos oder Reiseberichte findet ihr ab jetzt hier. Live könnt ihr diese Autos natürlich auch sehen, bei unseren eigenen Events oder auf Veranstaltungen auf denen wir eingeladen werden. 


Late Night Wash

Corona, Verbote und die Polizei

Aktuell werden unsere Nerven ja unheimlich auf die Probe gestellt: Reifenwechsel ja oder nein. Waschen ja oder nein… Manchmal blickt man selber nicht mehr durch. Schnelle Welt, undurchsichtige Nachrichtenlage, Kopfkirmes, Hirngulasch oder Matschbirne: Der Verstand macht was er will. Was kann man dagegen tun? Auto frisch machen! Also ab in die Garage und die Autos auf Sommerreifen umrüsten.

 

Der 5er von meiner Oma sieht ja für sein Alter noch verdammt gut aus, nur haben die letzte Wochen und die Fahrten nach München ihre Spuren hinterlassen. Aktuell ist es ja verboten sein Auto zu waschen aufgrund der Ausgangsbeschränkungen oder ist es nicht mehr verboten oder habe ich einen wichtigen Grund? Hat ja vermutlich auch alles irgendwie seinen Sinn aber das Salz muss runter von der Karosserie Baujahr 1989! Was mach ich nun? Nach langer Bedenkzeit steht der BMW auf seinen originalen 15-Zoll Kreuzspeichenfelgen mit Sommerreifen und wir fahren heute noch zum Waschen! Das Abenteuer ruft, immer an der Grenze der Gesetzlosigkeit. Wann also fahren? In der Nacht nach 21 Uhr wenn alle daheim und nur ganz wenige unterwegs sind. Und was ist wenn mich die Polizei aufhält? Antwort: Wenn es passiert, dann passiert es. Ich glaube es ist nicht mehr verboten aktuell, mit dem alles zerfressenden Wintersalz habe ich einen wichtigen Grund, zumindest ist er für meine Oma wichtig und ich gehe einfach mal davon aus, dass mich niemand ins Zuchthaus wirft weil ich abends mutterseelenallein in einer Waschbox stehe, oder?!

 

22 Uhr: Ich stehe in eben jener Waschbox und wasche. Niemand ist da und ich kann ungestört meiner Beschäftigung nachgehen. Doch dann ist es soweit: Im Kreisel vor der Waschanlage sehe ich den Streifenwagen gerade langsam eine Ehrenrunde drehen. Ok, jetzt ist es soweit. Innerlich sehe ich mich schon, wie ich von den Beamten nach allen Regeln der Kunst gefaltet werde. Zu Recht? Doch Moment: Die fahren weiter! Wieso eigentlich? Sehen sie vielleicht, dass ich absichtlich die Stoßzeiten meide? Die Damen und Herren Ordnungshüter haben ein Herz für Omas und Altblech? Oder es ist eben doch erlaubt? Wer hat noch den Durchblick? Dieses Spektakel wiederholt sich noch zweimal innerhalb von 30 Minuten. Jedes Mal rutscht das Herz in die Hose und der Puls geht hoch. Immer hoffe ich, dass ich nicht Rede und Antwort stehen muss. Aber es geht alles gut. Das Auto ist fertig gewaschen, abgetrocknet und jetzt geht’s heim in die Garage. 

 

Ich genieße den Heimweg sehr. Die Nacht ist echt warm, die Fenster sind unten und ich lausche dem sonoren Klang des Reihensechszylinders. Leider geht das Radio nicht, sonst würde ich einen Radiosender suchen der einen Song aus den 80ern spielt. Das Fahrzeug vermittelt so viel aus dieser Zeit. Manchmal darf ich den diamantschwarzen Gleiter bewegen und es ist wie eine Zeitreise, nein es ist eine Zeitkapsel. Die Gedanken sind frei und die Zeit verfliegt viel zu schnell. Ich erreiche unser Zuhause, heute war ich mal ein echter Gangster... oder auch nicht. Egal! Bleibt alle gesund!

Text: Fabian Zellner mit Andreas Leffler, Bilder: Fabian Zellner und Andreas Leffler

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Ein wenig Freiheit...

How dare you? In der Krise Mit dem Oldtimer zur Arbeit

Eines vorneweg: Ja, die Lage ist im Moment sehr ernst und wir müssen allesamt viele Opfer bringen. Bald haben wir (hoffentlich) wieder einen Mehrwert an täglichem und gesellschaftlichem Leben. Aber man kann sich wenigstens noch ein paar kleine Freiheit erlauben wie z.B. mit seinem Oldtimer in die Arbeit fahren. Selbiges Abenteuer habe ich mir letzten Freitag erlaubt.

 

Es ist Donnerstag, der Wetterbericht sagt tolles Wetter für morgen an und die Straßen sind ohnehin mehr als leer. Also rein in die Garage zu Redbetty: Ölstand und Kühlwasser gecheckt, Luftdruck in den Reifen kontrolliert und geschaut ob die Sonnenbrille sauber ist. Eigentlich könnte dem perfekten Weg in die Arbeit nach München nichts mehr im Wege stehen. Aktuell fahre ich sowieso täglich mit dem Auto, um den Werksbus zu meiden, den ich für mich selbst „eure Pestilenz“ nenne.

 

Der Wecker schellt um 4:45 Uhr, raus aus der Kiste. Schnell alles eingepackt, Katze versorgt und ab zu meiner Redbetty. Umweltfreundliche fünf Liter Hubraum erwachen prompt zum Leben und setzten sich gemütlich in Bewegung. Erst einmal warmfahren. Muss ja nicht gleich volle Lotte sein… Doch da trifft mich schon der erste verdutzte Blick an der Ampel: Wieso fährt der Herr da einen rechtsgelenkten Porsche 928 in aller früh? Frei nach dem Umweltmotto, how dare you! Ganz einfach: Weil ich es kann! Und weil es mir es wert ist, dass mein Auto 12 Liter braucht und damit mehr als die meisten Pendlerautos. Rauf auf die Autobahn und im morgendlichen Verkehr auf der A9 Richtung Landeshauptstadt mitschwimmen. Der Klang vom V8 nimmt jeden Ansatz von Hektik und Stress heraus. Ich muss nicht hetzen wie ein Bekloppter, die Sitzheizung und der Klang aus dem Motorraum reichen mir. Wieso muss alles immer so gestresst sein? Wieso machen wir uns damit kaputt? Weil wir (manchmal) Geiseln unseres eigenen Selbstoptimierungsbedarfs sind? Weil wir unser Überstundenkonto maximal füllen möchten? Oder weil das Bett doch noch so unheimlich kuschelig warm war und wir die Snoozetaste am Radiowecker bis zur letzten Minute ausgereizt haben? Die Gründe sind vielseitig und ich möchte hier auch niemanden verurteilen. Ich hab mir für heute vorgenommen: Ich relaxe und genieße diese Fahrt zur Arbeit und wieder zurück.

 

Einige Stunden später, die Arbeit ist vollbracht und ich glaube ich war noch nie so schnell am Auto. Türe auf, Fabian rein, Türe zu, Fenster runter und den Zündschlüssel umgedreht. Der Klang vom Anlasser und das anschließende Zünden aller acht Zylinder ist unbeschreiblich herrlich und befriedigend! Wie fahren wir? Autobahn? Bundesstraße? Nebenstraßen? Ich nehme die goldene Mitte und fahre auf der Bundesstraße heim. An fast jeder Kreuzung im Norden von München zieht Redbetty die Blicke auf sich und oft kommt der Daumen nach oben. Kleine Komplimente erfreuen das Herz. Das fühlt sich gut an und so gleiten wir langsam auf der B13 nach Pfaffenhofen. Die Gedanken haben in dem Moment alle Freiheiten… Wie geht es weiter? Welche Treffen könnten vielleicht unter Umständen klappen? Welche Sachen muss Redbetty noch bekommen bis sie perfekt wird? Ach ja, der Tank! Der ist ja fast leer. Gottseidank ist am Ortseingang meiner Heimatstadt eine Tankstelle. Also abgebogen und schnell aufgetankt. Spruch der Kassiererin: „Darf man mal da mitfahren?“ Klar, gerne wenn wieder alles ‚normal‘ ist und wir uns wieder frei bewegen dürfen.

Das wird noch dauern. Bis dahin müssen wir uns in Geduld üben. Bald geht es wieder weiter und ich glaube die Treffen, Events und Ausfahrten werden umso intensiver und bleiben mehr in Erinnerung als in den Jahren davor. Aktuell sind die kleinen Freiheiten mehr wert als man denkt… Bleibt gesund und passt auf euch auf!

Text: Fabian Zellner, Bild: Andreas Leffler

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Fabis Ford Fiesta ST

Sportfedern und Domstrebe

Kaum hat unser Fabi seinen 2019er Fiesta ST brandneu vom Ford Händler geholt begann er auch schon mit dem Umbau. Ganz nach dem Motto, das Bessere ist des Guten Feind machte er sich an die Optimierung des kleinen Flitzers, der ihm als Daily dienen soll. Nachdem er bereits selbst eine Milltek Klappenabgasanlage montiert hatte, ging es heute zur Tuning & Wheels GmbH von unserem Andi Petschko, um Sportfedern und die Domstrebe zu montieren. 

 

Nun wissen ja viele von euch, dass unser Fabi selbst Kfz-Meister ist. Warum also in die Profiwerkstatt für ein paar Federn? Genaue Einstellung, Achsvermessung und TÜV lassen sich halt nicht einfach zu Hause in der Garage zusammen basteln und daher haben wir uns auf dem Weg in Andis Tuning-Werkstatt gemacht. Die größte Hürde dabei war es im Vorfeld an die Einstelldaten für das Fahrwerk zu kommen und ich frage mich schon, warum das so kompliziert sein muss, zumal es die Eibach Federn waren, die es auch über Ford Performance gibt. Aber was lange dauerte wurde einen Tag vor dem Termin doch noch gut. 

 

Morgens um 8 Uhr erreichten wir also pünktlich die Tuning & Wheels GmbH und der Andi machte sich mitsamt Moritz, seinem Auszubildenden auch gleich ans Werk. Der Einbau ging zügig von der Hand, wie bei einem Neuwagen in Verbindung mit passenden und TÜV-baren Teilen vom Markenhersteller auch nicht anders zu erwarten. Auch wenn die Tieferlegung um "nur" 20mm nicht nach viel klingt stand der Wagen anschließend doch um einiges satter auf der Straße und man darf ja nicht vergessen, dass der Fiesta ein Daily ist, also auch noch praktisch sein soll. Nach der Achsvermessung kam dann auch noch gleich der Mann vom TÜV der sich netterweise nicht nur bei der Arbeit fotografieren lies, sondern mit dem man auch noch ein kleines Fach-Schwätzchen halten konnte. Unter dem Strich - Tuning kann so einfach sein, wenn man es vernünftig macht. Mittag waren wir dann fertig mit Einbau, Vermessen und TÜV, so dass das Wägelchen direkt wieder "streetlegal" und "sorgenfrei" auf die Straße durfte.

 

Die Ford Performance Domstrebe wurde abschließend noch "schnell" rein geschraubt was zwar problemfrei möglich war, sich aber ob der beengten Platzverhältnisse im Motorraum ein bisschen umständlicher als Gedacht heraus stellte. 

Auf der Heimfahrt durfte ich dem Kleinen dann knapp 100 Kilometer selbst die Sporen geben. Wie nach unserem Focus ST Test bei den Ford Performance Days diesen Sommer nicht anders zu erwarten, entpuppte sich auch der Fiesta ST als echte Spaßmaschine. Der Wagen vermittelt jede Menge gute Laune auf der Landstraße mit Grip (selbst mit den montierten Winterreifen), Präzession beim Lenken und natürlich auch Power. Apropos, selbst auf der Autobahn liefert der Fiesta noch richtig ab und hängt selbst bei 150 km/h noch bissig am Gas, wesentlich bissiger als man bei so seltsamen "Teufelswerk" wie Dreizylinder mit Zylinderabschaltung vermuten würde. 

Nach einem ersten Kennenlernen bin ich mir sicher, dass der Fiesta ST definitiv ein ganz Großer im Kreis der Kleinen ist und vermutlich eine Benchmark abliefert, an der sich selbst Platzhirsche wie der Mini messen lassen müssen, wenn es um Spaß und Sport geht. Im nächsten Frühjahr werden wir daher mal einen ausführlichen Test zum Thema liefern mit Video und allem drum und dran. 

Text: Andreas Leffler, Bilder: Andreas Leffler

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The Crow 5.0

Jahresrückblick 2019

Die vierte Saison mit meinem Mustang ist Geschichte. Er ist das rumpeligste, Geräusche machendste, rauchendste, gröhlendste, brettharteste, unkomfortabelste, blecherndste Auto, welches ich jemals besessen habe und ich habe schon viele Fahrzeuge besessen. Dennoch, nächstes Jahr steht er das vierte Jahr in meiner Garage und wird damit auch gleichzeitig das Auto, mit dem ich es am längsten ausgehalten habe. Damit löst er meinen Alfa GTV 3.0 als längste Autobeziehung ab, der Autogott habe ihn selig. Alfa, Mustang ihr seht schon, ich habe ein Herz für die Außenseiter, die nicht-perfekten in einer glattgebügelten Welt. 

 

Der Mustang repräsentiert alles was die aktuelle Welt zu hassen scheint, und da mir indoktrinierte Massenverblödung immer schon suspekt war, repräsentiert er damit auch gleichzeitig alles was ich liebe. Der Mustang ist beständig und bodenständig. Ein vier, fünf oder sechs Liter V8 aus den 60er, 70er oder 80er Jahren läuft nicht selten heute noch. Ein bisschen Blech außen rum und man hat ein Auto für die Ewigkeit wenn man es pflegt. Dazu ein nettes Design, ein böses Blubbern und Freude am Fahren. Fertig ist das Rezept für ein paar letzte Meter Glückseligkeit in einer Welt in der sich die Marketingfuzzis (und ja, ich bin auch ein Marketingfuzzi, nur glaube ich nicht an diese Welt) die elektrifizierten Crossover mit Lane-, Side- und Emergency Assists nur so um die Ohren hauen. Der Mustang ist ein rollender Anachronismus und das ist auch gut so. 

Einen Mustang fahren bedeutet lieben und leiden, vor allem wenn der Mustang vor Generation 6 auf den Markt kam. Das skandalöseste dabei in einer elektrifizierten Welt der Warnwesten, Fahrradhelme und Abmahnanwälte ist ja, dass man ihn auch noch fahren können muss. Rumpelpumpel - eine Querfuge und die Starrachse schlägt zur Seite aus, ein bisschen Nässe auf der Strasse und plötzlich überholt dich dein Heck, aber wie heisst es so schön, über einen Prius oder ein i3 werden keine Lieder gemacht und keine Filme. 

Um dem Pony die schlimmsten Angewohnheiten abzugewöhnen habe ich seit dem Kauf eine ganz klare Linie verfolgt. Ich wollte einen Straßensportwagen, einen Mustang den man fahren kann wie im Film. Klingt komisch, ist aber so. Alle Mustangs bis zur 6. Generation sind nicht mit normalen Sportwagen vergleichbar, sie sind eben Ponycars. Also muss man Arbeit investieren oder Geld oder beides. Generell habe ich ja schon fast ein Jahr gesucht, um einen der seltenen Track Pack Wagen zu finden. Kühlung und Bremsen waren damit schon mal kein großes Thema mehr. Ebenso die kurze Hinterachsübersetzung (scheiße im Stadtverkehr aber eben geil beim spurten) und das Torsen-Sperrdiffernzial. 2018 wurden die Sportfedern dann raus geschmissen mit mit einem ST-Gewindefahrwerk ersetzt. Das brachte der Fahrdynamik einen großen Schub nach vorne. Die serienmäßigen „Summer only Performance Tires“ waren trotzdem übelster Schrott und bei Nässe lebensgefährlich. Also eine Lieferung Teile bei Velocity bestellt und dann kam der Wagen dieses Jahr in die Hände vom Andi von der Tuning und Wheels GmbH. Firestone Roadhawks drauf, eine Domstrebe rein, die Ford Racing Schaltwegverkürzung verbasteln und ein Komplettcheckup. Das, gepaart mit ein paar der früheren Extras zusammen, macht den Wagen zu einem guten Racer. Ich habe noch keinen 5. Gen. Mustang gefahren der mir mehr liegt und der mehr Sicherheit & Fahrdynamik vermittelt.

Dennoch war die Saison schneller rum, als ich dachte. Zusammen waren wir auf der Saisoneröffnung des U.S.T. in Donauwörth, anschließend bei unserem eigenen Asphalthelden Treffen in Pilling und schließlich beim internationalen Ford Treffen in Zusmarshausen. 

Darüberhinaus stand der Wagen bei unserem Grillfest und zweimal hatte er die Chance in unserem kommenden „Drivers Car“ Film zu erscheinen. Als „Zuckerl“ habe ich ihm noch den fehlenden Zweitschlüssel spendiert. Selbigen gibts übrigens mit Codierung bei Auto Fuchs in Augsburg für 135 Euro. 

Nächstes Jahr ist dann wieder erstmal der liebe TÜV fällig, oh große Freude. Aber ich denke wir werden noch länger ein Paar bleiben. Autos wie die Crow gibt es heute nicht mehr. Klar gibt es schnellere und bessere aber solche „archaischen Rowdies“ sind eine vergangene Spezies und die Besteuerung für hubraumstarke Neuwagen wird demnächst sowieso unbezahlbar für Otto-Normalfahrer aber dann haben wir wenigstens bald eine schöne Zweiklassengesellschaft. Geliefert wie bestellt. Leider muss man sich als Mustangfahrer inzwischen ja nicht nur vor der grünen Staatsmacht im Auftrag der großen Tuningjagd in acht nehmen, schafft der Mustang doch angeblich nicht mal mit der Serienauspuffanlage die angegebenen db, sondern man traut ihn sich auch fast schon nirgends mehr abzustellen, vergeht doch keine Woche wo nicht zerkratzte, beschmierte und zertretene Exemplare in den einschlägigenen Gruppen der sozialen Netzwerke auftauchen, den weltverbessernden Ideologiejüngern sei Dank. Auf der anderen Seite, der Wagen war immer ein Rebell, wird immer ein Rebell sein und als Rebell hat mans eben nicht immer leicht.

Letzten war ich damit in „Le Mans 66“ und habe mir das Duell Ford gegen Ferrari angeschaut. Krass wieviel Mut die damaligen Jungs in ihren Mustangs, Corvettes, Cobras und GT`s hatten, wieviel Mut und wieviel fahrerisches Können. Respekt, solche dicken Ei… hat heute vermutlich fast niemand mehr, die meisten bekommen ja schon ne Krise wenn ihre Bird-View Einparkkamera ausfällt. Schöne neue Welt, aber ich glaube ich bleibe Rebell und da passt das Pony ganz gut.  

Es leben die Starrachse, der V8 und der Zündschlüssel. Schlaf gut Dicker, wir sehen uns nächstes Jahr!

Text: Andreas Leffler Bilder: Andreas Leffler & die Asphalthelden

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The Crow 5.0

Andis Mustang in der 2019 Frühjahrskur

Nach 3 Jahren und lediglich ca. 10.000 Kilometer in meinem Besitz war ein kompletter Checkup für die Crow fällig. Außerdem mussten, frei nach dem Motto „und täglich grüßt das Murmeltier“ auch dieses Jahr wieder einige Mustang-typische Krankheiten beseitigt werden. Ich sage nur: Reifen, hakelige Schaltung und generelle Stabilität. Also habe ich unter Absprache mit einer unserer Partnerwerkstätten, der Car-Tuning & Wheels GmbH, einige Teile bei meinen Leuten von der Velocity-Group besorgt und mich schließlich auf gemacht ins schöne Niederbayern. 

 

Getreu dem Motto „aus der Szene für die Szene“ ist es eines unserer wichtigsten Ziele immer authentisch zu bleiben, das bedeutet auch, dass wir die Produkte bzw. die Arbeit unserer Partner nicht nur empfehlen, sondern sie auch selbst verwenden bzw. in Anspruch nehmen. Wie soll man sonst auch ernsthaft Empfehlungen aussprechen?! Also los gehts. 

 

Thema 1 war ein Check-up des Wagens und eine Inspektion. Im Gegensatz zum gängigen und oft wiederholten Vorurteil, dass es bei „den Amis“ kein Scheckheft gibt, stimmt das nicht ganz. Im Bedienungshandbuch sind Inspektionshinweise und sogar einige etwas schüchtern, versteckte Stempelseiten, die ich auch erst nach Jahren entdeckt habe. Also fangen wir an: Überprüfung der Kühlflüssigkeit, alles gut, -13 Grad ist für mich ausreichend, da die Crow die Winter ohnehin in der kuschligen Garage verbringt und ich schätze mal in ihrer Heimat, in Miami, wusste man gar nicht, dass es -13 Grad werden kann. 

Kommen wir zum Öl. Den originalen Motorcraft Ölfilter hatte ich bei Velocity bestellt und man kann ihn auf der Hebebühne von unten leicht erreichen. Und weil die Frage im Web immer wieder auftaucht: Mein Track Pack möchte gerne 7.6 Liter 5W50 Öl. Selbiges gibt es eben nicht an jeder Ecke und es muss evtl. vorbestellt werden. Übrigens steht, zumindest bei mir, die Ölbezeichnung auch auf dem Öldeckel und das Handbuch gibt nochmals genaue Anweisungen für allerlei Flüssigkeiten incl. dem Öl. 

Bremsflüssigkeit wechseln wir auch gleich und auch hier findet man genaue Informationen im Handbuch. 

Es folgt der Innenraumfilter, den ich ebenfalls vorher bei Velocity geordert hatte. Man entdeckt ihn übrigens bei geöffneter Motorhaube links hinten, also hinter der Batterie mehr oder weniger unter der Windschutzscheibe. Man muss nur 2 Verschlüsse öffnen, zieht den alten raus und packt den neuen rein.  

Als letztes kommt der Luftfilter raus und ein KN Tauschfilter rein. Warum KN Tauschfilter? Eine Gegenfrage: Warum nicht? An dieser Stelle muss ich mal eine kurze Lanze für eines der vielleicht meist diskutierten Tuningthemen brechen. Bringt er Leistung? Wir hatten keinen Prüfstand und bei ca. 430 PS ist es vermutlich auch ziemlich egal. Aber im Gegensatz zu vielen deutschen Internetvideos zum Thema die immer mit „ich glaube, ich denke, ich meine, das bringt nichts“ enden, gibt es zahlreiche amerikanische Tests und bei allen die ich bis jetzt gesehen habe, hatten sie den Wagen auf dem Prüfstand und immer gab es ein Plus von etwa 3-7 PS. Egal? Natürlich, merkt man eh nicht wirklich aber selbst wenn er nur 1-2 PS bringt ist er vermutlich immer noch die billigste Euro pro PS Tuningmaßnahme. Also auch hier check. 

Kommen wir zum vielleicht ernstesten Themas am heutigen Tag: Der Mustang und die Reifen. Dazu vorweg eine kleine Geschichte. Meine erste Mustang Begegnung vor vielen, vielen Jahren hatte ich ebenfalls in Miami. Ich cruiste mit dem amerikanischsten aller Gefühle, in meinem Mustang (ok es war nur ein 6 Zylinder Leihwagen) den Ocean Drive hinab und zur Überraschung regnete es. Plötzlich taucht vor mir so ein „Speedbump“ also so eine kleine Bodenschwelle auf. Ich versuche ganz langsam darüber zu rollen und bleibe hängen. Kein Witz! Die Reifen drehen durch und schaffen es nicht den Wagen über eine Bodenschwelle zu schieben. Man hatte das Gefühl, man sitzt in so einem Spielzeugwagen mit Plastikreifen. Also, unter dem belustigten Blicken der Körper optimierten Fußgänger zurück setzen und mit Schwung ging es dann. Selbiges sollte mir viele Jahre später beim Kauf meines eigenen Mustangs natürlich nicht passieren. Daher habe ich mir ja auch keinen 6-Zylinder Touristenwagen in der Grundausstattung gekauft, sondern einen GT Premium Track Pack mit den tollen Ford Racing Rädern und den im Prospekt angepriesenen „Summer only Performance Tires“. Letztere entpuppten sich als Pirelli P-Zero. Also alles gut. Nein, leider gar nicht. Ich bin mir nicht sicher welche Art von P-Zero Reifen Pirelli da gebastelt hat aber von den hammergeilen P-Zeros die man von allerlei europäischen Supersportlern kennt waren meine P-Zeros ungefähr soweit entfernt wie München von Miami. Leider kann ich hier nur einige Internetweisheiten zitieren, die so durch die Foren geistern und zusammen gefasst: Made in Mexico, auf Langlebigkeit ausgelegt, harte Gummimischung. Sicher aber kann ich meine eigenen Erfahrungen der letzten 3 Jahre zum Besten geben: Ok bei warmen Wetter und gutem Asphalt, allerdings bei Nässe ein Traktionsverlust wie ich ihn noch nie in meinem ganzen Leben und bei keinem anderen Auto je erlebt habe. Nasse Straße, Beschleunigung aus einer Kurve heraus, ein bisschen mehr aufs Gas und das Hinterteil versucht sofort mich zu überholen, als würde ich über Eis fahren. Autobahn linke Spur, ich mit 250 auf freier Bahn, eine Wolke, es regnet, sofort auf die rechte Spur 80 km/h und beten. Ich würde das nicht schreiben, wenn nicht genau das meine Erlebnisse der letzten Jahre gewesen wären. Also Schluss damit, außerdem haben die Reifen jetzt ohnehin auch noch die magische 5 Jahres Marke überschritten. 

Ich entscheide mich für Firestone Roadhawk. Um ehrlich zu sein hatte ich Firestone so gar nicht mehr auf dem Schirm aber nach eingehender Internetrecherche habe ich fest gestellt, dass die Roadhawks recht gute Testergebnisse liefern, öfters Preis-/Leistungssieger sind und auch bei Nässe empfohlen werden (Nasshaftung A). Bei ca. 130 Euro pro Stück für 255/40 r19 geht auch der Preis voll in Ordnung wenn der Reifen liefert. Na, mal gucken. Jedenfalls passt die Marke „Firestone“ ja schon mal traditionell gut auf ein US-car, auch wenn Firestone inzwischen Bridgestone gehört. Richtig ärgerlich bei neuer Reifenanschaffung ist ja heute aber das Thema der Reifendrucksensoren. Die kosten schnell mal so viel wie früher ein Satz neuer Reifen und angelernt muss der Schrott ja auch noch werden. Ich persönlich finde diese Art der Überwachung immer nervig und höchst verdächtig und frage mich bei Gesetzen, welche die Autohersteller „zwingen“ ein Reifendruckkontroll-System anzubieten ob es da vielleicht auch darum gehen könnte, dass man uns in Wirklichkeit wieder einmal zwingt laufend neue Dinge zu konsumieren, von denen wir bis dato noch gar nicht wussten, dass wir sie brauchen. Passend zum Umelthype unserer Zeit (Ironie aus) braucht man nämlich nicht nur wieder diese „zusätzlichen“ Teile, sondern man muss sie auch alle 5-7 Jahre wechseln, weil die Batterien dann leer sind und sich selbige wohl auch nicht tauschen lassen. No more words needed!

Jedenfalls sollte man beachten, ob die Ventile aus Gummi oder Metall sind und ob es zulässige Höchstgeschwindigkeiten gibt. Es kann nämlich sein, dass manche bei 200 oder 250 km/h die Segel streichen. Das wäre in meinem Fall eher schlecht. Daher bin ich auf Nummer sicher gegangen und wir haben hochwertige Reifendrucksensoren mit Metallhals verbaut. Selbige habe ich ebenso wie ein Anlerngerät bei Velocity vorbestellt. Die Anleitungen für das Anlernen im Allgemeinen bei vielen Herstellern erinnern immer so ein bisschen an einen Slapstick Film und man wundert sich, dass man nicht noch seinen Namen ums Auto tanzen muss. Wenn man Glück hat, kann ein findiger Mechaniker allerdings die alten Sensoren auch klonen und das Drama ist nur halb so groß.

Zum guten Schluss wollte ich zum letztjährig verbauten Gewindefahrwerk noch weiter aufrüsten was die Fahrstabilität angeht und so haben wir noch eine Ford Racing Domstrebe in den Wagen geschraubt.

Aber damit nicht genug, die hakelige Schaltung hat mich auch lange genug genervt. Versteht mich nicht falsch, echt schlecht ist die Handschaltung im 2013er Mustang nicht und ich persönlich würde mir auch immer wieder einen Handschalter kaufen. Aber unter Vollast hakt es vor allem in den unteren Gängen (2-3) gerne mal und das passt irgendwie nicht so recht zu einem „Performance Auto“. Daher wird es Zeit auch diese Baustelle anzugreifen und unter den zahlreichen Schaltwegverkürzung habe ich mich für die von Ford Racing entschieden. Selbige ist zwar relativ teuer, aber ich dachte, die Jungs von Ford Racing wissen sicher was sie tun und - Überraschung - genau so ist es. Der Andi von der Car and Tuning Wheels GmbH meinte gleich nach der Entnahme aus dem Paket, dass schon der erste Eindruck absolute Oberklasse in diesem Segement ist. Der Einbau war dann auch nur halb so dramatisch wie gedacht und nach ca. 1 Stunde Profiarbeit (natürlich durch den Andi und nicht durch mich), war sie auch schon drin. Auch hier hatte er schon wesentlich schlimmere Erlebnisse und ich konnte erst mal durchatmen. 

Fazit: Seit dem Umbautag bin ich ca. 300 Kilometer gefahren. Der Wagen liegt abermals deutlich besser, als vorher und wird langsam zu einem Mustang, wie man sich selbigen so nach längerem Konsum einschlägiger Filme vorstellt. Auf den ersten Blick waren die Reifen eine gute Wahl, allerdings hat es noch nicht geregnet. Hier werde ich nochmal ausführlich auf der Facebookseite der „Crow“ berichten. Die Schaltwegverkürzung ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig aber nach einiger Zeit ziemlich geil und ich möchte sie schon jetzt nicht mehr missen. Ein Besuch in der Mucki-Bude kann trotzdem vorher nicht schaden. Für jetzt ist also alles gut, gucken wir mal, was wir als nächstes machen. 

Text: Andreas Leffler, Bilder: Andreas Leffler


Der Mustang von unserem Andi hat jetzt eine eigene Facebookseite unter "The Crow 5,0" Viel Spaß dort!


Redbetty - unsere Team Omi

oder: Wie ich einen Porsche 928 rette

Zu Beginn eine Kurzübersicht zum Porsche 928: Der 928 war der Versuch von Porsche einen Nachfolger für den 911 im Markt zu etablieren. Grund dafür waren sich verändernde Abgas- und Crashvorschriften in den USA zum Ende der 70er Jahre. Den damaligen 911 konnte Porsche mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht mehr dafür fit machen. Deswegen konstruierte Porsche einen komplett neuen Sportwagen mit Leichtmetall-V8, Transaxlegetriebe, einer spurstabilisierenden Hinterachse (Weissachachse) und Karosserieteilen aus Kunststoff und Aluminium. Der Porsche 928 wurde von 1977 bis 1995 in verschiedenen Motorisierungen Facelifts über 61.000 Mal gebaut. Gute Exemplare eines 928 GTS aus dem Jahre 1994 oder 1995 kosten inzwischen mehr als 50.000 Euro.

 

Wer ist Redbetty?

Redbetty ist ein Porsche 928 S4 RHD Baujahr 1988. Erstauslieferung war in Südengland. Sonderausstattung ab Werk: Schiebedach, Automatik, MPH/KM – Tacho, wahrscheinlich Blaupunkt Bremen SQ46 Radio mit großem Klangpaket (einer der Vorbesitzer hat die M-Codezettel mit Alubuthyl überklebt, als er versuchte wegen eines Anlagenumbaus das Auto zu dämmen) und eine Rafflederaustattung in schwarz. Mit der Zeit hat sie noch Cupräder unbekannter Herkunft und Mittelschalldämpfer vom 928 GT bekommen. Auch haben sich Jünger des vermeintlich hochwertigen Musikhörens daran versucht dem Auto mehr Klang bei der Musikwiedergabe zu verpassen, was aber gescheitert ist (Subwooferkiste auf umgelegten Rücksitzen montiert und versucht ALLES mit zu dämmen).

 

Wo und wann hast du Redbetty gekauft?

Im Oktober 2015 in meiner Heimatstadt von einem Fähnchenhändler. Dieser wollte sich für lau einen Porsche aufbauen und hat das Projekt nach der ersten Teilebestellung im Porschezentrum aufgegeben.

 

Was hat alles gefehlt als sie zu dir gekommen ist?

Motor ist schlecht gelaufen, Bremsen verschlissen, Fahrwerk verschlissen, Getriebe hat nicht geschalten, Ölverlust Lenkgetriebe und Motor, Elektronikfehler (stümperhaft eingebaute Alarmanlage und Musikanlage), Wassereinbruch im Heckbereich, diverse Korrosionsschäden (Schwellerendspitzen, Alukorrosion an den Türen)  und der natürliche Wartungsstau an Motor und Getriebe. Bis auf die vorderen Stoßdämpfer, Servopumpe und die Teillackierung der Reparaturstellen  sind alle Fehler behoben worden in Eigenleistung nach Feierabend und im Urlaub.

 

Wieso einen RHD 928 restaurieren?

Weil ich es nicht über das Herz gebracht habe, sie nur wegen der zu gewinnenden Teile zu schlachten. Außerdem wollte ich einmal im Leben einen Porsche restaurieren der etwas aus der gängigen Norm der Porsche fällt, also alles nicht bis zur letzten Schraube perfekt herrichten und Kratzer, Dellen und durchpolierte Stellen einfach sichtbar zu lassen.

 

Wer bin ich?

Mein Name ist Fabian Zellner, bin 28 Jahre alt, KFZ Technikmeister und komme aus Pfaffenhofen. 

Und wie bist du diese Restauration und Optimierung angegangen?

Zuerst habe ich Redbetty von allen elektronischen Fehlerteufeln wie Alarmanlage und wüsten Hifiausbau befreit und hab die Elektronik wieder in den Ursprungszustand versetzt. Dann habe ich die neuen Hifikomponenten verbaut und auch unter anderem die Instrumentenbeleuchtung auf LED umgerüstet. Zugleich hab ich dem Innenraum eine komplette Grundreinigung und Pflege verpasst. Als das alles Erledigt war, war der Motor dran. Hier habe ich die Lenkung ausgebaut und wegen starken Ölverlustes zum Überholen gegeben. Danach habe ich Motorlager und Ölwannendichtung getauscht. Großer Service (Zahnriemen, WAPU, Zündkerzen, Zündgeschirr mit Verteilern und Fingern), neue Einspritzventile, neu verlegte Unterdruckleitungen, eine komplett gereinigte und neu abgedichtete Ansaugbrücke und neu abgedichtete Ventildeckel standen danach an. Da ich anfangs kein neues Fahrwerk verbauen wollte habe ich an der Vorderachse vorerst neue Bremsbeläge, Bremsscheiben und vorsorglich neue Bremsschläuche verbaut. Dann standen die etwas knusprigen Schwellerendspitzen an. Hier habe ich die morschen Segmente herausgetrennt und neue angefertigte Bleche eingesetzt und nach dem Verschleifen sofort grundiert. Nach der ersten kleinen Probefahrt um den Block stand fest: Trotz neuem Service ist die Automatik nicht zu retten und der Vorlauf der Benzinversorgung hat ein großes Leck. Deswegen habe ich mir eine gute gebrauchte Automatik bei einem Freund in Hessen besorgt und die Leitungen neu bei Porsche bestellt (bekommt man immer noch neu, aber die Preise sind zum Teil sehr gesalzen!). Leider muss für den Tausch der Automatik und der Benzinleitungen so ziemlich alles raus was hinten am Auto verbaut ist: Abgasanlage, Hitzeschutz, Antriebswellen, Stoßdämpfer, Hinterachse und natürlich das Getriebe selbst. Zusammengebaut wird alles in umgekehrter Reihenfolge. Und im Zuge dieser Arbeiten ist auch die Entscheidung gefallen die serienmäßigen Stoßdämpfer gegen neue Bilsteinstoßdämpfer zu ersetzen. Aktuell sind die Bremsen an der Hinterachse neu gemacht worden und die Bremsschläuche werden natürlich auch getauscht. Wenn die Hitzeschutzbleche, Abgasanlage und noch ein paar Kleinigkeiten verbaut sind wird das Auto umgedreht und die vorderen Stoßdämpfer noch getauscht. Umgedreht werden muss das Auto, weil alle Arbeiten auf der Grube erledigt wurden und werden.

 

Was hat das alles gekostet?

Aus rein wirtschaftlicher Sicht ist dieses Projekt kompletter Humbug und deswegen verrate ich lieber keine Zahlen ;)

 

Was war das Kurioseste was du mit Redbetty erlebt hast?

Habe ein gottseidank leeres Wespennest gefunden beim Getriebewechsel und einen Haufen Pfund- und Pencemünzen im Innenraum eingesammelt (deckt aber nicht im Ansatz die Kosten ;) )

 

Gibt es auch mal Phasen wo man das Projekt nicht mehr weiterführen will?

Ja, die gibt es. Bei Redbetty war es zum Beispiel beim Getriebe der Fall, als feststand, dass es getauscht oder repariert gehört. Da macht man sich gerne etwas zum Trinken auf und denkt auch mal nach alles hinzuschmeißen oder gleich dem Auto seine Meinung mit dem Vorschlaghammer zu geigen. ;)

 

Was kommt nach Redbetty?

Ich möchte meinen blauen 928 S4 Baujahr 1988 wieder auf die Straße holen und auch meinen Skyline GTR R33 endlich anpacken. Wenn das alles geschafft ist brauch ich mal eine kleine Pause vom Schrauben. Wobei: Projekte werden nie fertig und der Weg ist das Ziel. Wir brauchen immer Ziele, Träume und Hoffnungen. Sie sind der Grund warum wir aufstehen, arbeiten, leben und auch lieben. Auch braucht man gute Helfer, die immer da sind wenn es nicht so gut läuft. Ohne meine Eltern hätte ich das nie geschafft und möchte ihnen hier mal an dieser Stelle danken. Auch gute Freunde die zuhören, Rat geben und helfen (egal ob als zusätzliches Paar Hände oder auch Teile) sind unerlässlich bei solchen Projekten.

 

Text: Fabian Zellner Bilder: Andreas Leffler



Das Buch zur Reise quer durch die USA
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