Team Cars

Natürlich schreiben wir nicht nur über Autos, wir leben den Autolifestyle jeden Tag, sonst könnten wir so ein Projekt ja gar nicht verwirklichen. Deshalb fahren die Meisten von uns auch ganz besondere Autos. Alles über diese Fahrzeuge, Erlebnisse mit ihnen, Tipps zu den entsprechenden Baureihen oder einfach nur ein paar schöne Fotos oder Reiseberichte findet ihr ab jetzt hier. Live könnt ihr diese Autos natürlich auch sehen, bei unseren eigenen Events oder auf Veranstaltungen auf denen wir eingeladen werden. 


The Crow 5.0

Andis Mustang in der 2019 Frühjahrskur

Nach 3 Jahren und lediglich ca. 10.000 Kilometer in meinem Besitz war ein kompletter Checkup für die Crow fällig. Außerdem mussten, frei nach dem Motto „und täglich grüßt das Murmeltier“ auch dieses Jahr wieder einige Mustang-typische Krankheiten beseitigt werden. Ich sage nur: Reifen, hakelige Schaltung und generelle Stabilität. Also habe ich unter Absprache mit einer unserer Partnerwerkstätten, der Car-Tuning & Wheels GmbH, einige Teile bei meinen Leuten von der Velocity-Group besorgt und mich schließlich auf gemacht ins schöne Niederbayern. 

 

Getreu dem Motto „aus der Szene für die Szene“ ist es eines unserer wichtigsten Ziele immer authentisch zu bleiben, das bedeutet auch, dass wir die Produkte bzw. die Arbeit unserer Partner nicht nur empfehlen, sondern sie auch selbst verwenden bzw. in Anspruch nehmen. Wie soll man sonst auch ernsthaft Empfehlungen aussprechen?! Also los gehts. 

 

Thema 1 war ein Check-up des Wagens und eine Inspektion. Im Gegensatz zum gängigen und oft wiederholten Vorurteil, dass es bei „den Amis“ kein Scheckheft gibt, stimmt das nicht ganz. Im Bedienungshandbuch sind Inspektionshinweise und sogar einige etwas schüchtern, versteckte Stempelseiten, die ich auch erst nach Jahren entdeckt habe. Also fangen wir an: Überprüfung der Kühlflüssigkeit, alles gut, -13 Grad ist für mich ausreichend, da die Crow die Winter ohnehin in der kuschligen Garage verbringt und ich schätze mal in ihrer Heimat, in Miami, wusste man gar nicht, dass es -13 Grad werden kann. 

Kommen wir zum Öl. Den originalen Motorcraft Ölfilter hatte ich bei Velocity bestellt und man kann ihn auf der Hebebühne von unten leicht erreichen. Und weil die Frage im Web immer wieder auftaucht: Mein Track Pack möchte gerne 7.6 Liter 5W50 Öl. Selbiges gibt es eben nicht an jeder Ecke und es muss evtl. vorbestellt werden. Übrigens steht, zumindest bei mir, die Ölbezeichnung auch auf dem Öldeckel und das Handbuch gibt nochmals genaue Anweisungen für allerlei Flüssigkeiten incl. dem Öl. 

Bremsflüssigkeit wechseln wir auch gleich und auch hier findet man genaue Informationen im Handbuch. 

Es folgt der Innenraumfilter, den ich ebenfalls vorher bei Velocity geordert hatte. Man entdeckt ihn übrigens bei geöffneter Motorhaube links hinten, also hinter der Batterie mehr oder weniger unter der Windschutzscheibe. Man muss nur 2 Verschlüsse öffnen, zieht den alten raus und packt den neuen rein.  

Als letztes kommt der Luftfilter raus und ein KN Tauschfilter rein. Warum KN Tauschfilter? Eine Gegenfrage: Warum nicht? An dieser Stelle muss ich mal eine kurze Lanze für eines der vielleicht meist diskutierten Tuningthemen brechen. Bringt er Leistung? Wir hatten keinen Prüfstand und bei ca. 430 PS ist es vermutlich auch ziemlich egal. Aber im Gegensatz zu vielen deutschen Internetvideos zum Thema die immer mit „ich glaube, ich denke, ich meine, das bringt nichts“ enden, gibt es zahlreiche amerikanische Tests und bei allen die ich bis jetzt gesehen habe, hatten sie den Wagen auf dem Prüfstand und immer gab es ein Plus von etwa 3-7 PS. Egal? Natürlich, merkt man eh nicht wirklich aber selbst wenn er nur 1-2 PS bringt ist er vermutlich immer noch die billigste Euro pro PS Tuningmaßnahme. Also auch hier check. 

Kommen wir zum vielleicht ernstesten Themas am heutigen Tag: Der Mustang und die Reifen. Dazu vorweg eine kleine Geschichte. Meine erste Mustang Begegnung vor vielen, vielen Jahren hatte ich ebenfalls in Miami. Ich cruiste mit dem amerikanischsten aller Gefühle, in meinem Mustang (ok es war nur ein 6 Zylinder Leihwagen) den Ocean Drive hinab und zur Überraschung regnete es. Plötzlich taucht vor mir so ein „Speedbump“ also so eine kleine Bodenschwelle auf. Ich versuche ganz langsam darüber zu rollen und bleibe hängen. Kein Witz! Die Reifen drehen durch und schaffen es nicht den Wagen über eine Bodenschwelle zu schieben. Man hatte das Gefühl, man sitzt in so einem Spielzeugwagen mit Plastikreifen. Also, unter dem belustigten Blicken der Körper optimierten Fußgänger zurück setzen und mit Schwung ging es dann. Selbiges sollte mir viele Jahre später beim Kauf meines eigenen Mustangs natürlich nicht passieren. Daher habe ich mir ja auch keinen 6-Zylinder Touristenwagen in der Grundausstattung gekauft, sondern einen GT Premium Track Pack mit den tollen Ford Racing Rädern und den im Prospekt angepriesenen „Summer only Performance Tires“. Letztere entpuppten sich als Pirelli P-Zero. Also alles gut. Nein, leider gar nicht. Ich bin mir nicht sicher welche Art von P-Zero Reifen Pirelli da gebastelt hat aber von den hammergeilen P-Zeros die man von allerlei europäischen Supersportlern kennt waren meine P-Zeros ungefähr soweit entfernt wie München von Miami. Leider kann ich hier nur einige Internetweisheiten zitieren, die so durch die Foren geistern und zusammen gefasst: Made in Mexico, auf Langlebigkeit ausgelegt, harte Gummimischung. Sicher aber kann ich meine eigenen Erfahrungen der letzten 3 Jahre zum Besten geben: Ok bei warmen Wetter und gutem Asphalt, allerdings bei Nässe ein Traktionsverlust wie ich ihn noch nie in meinem ganzen Leben und bei keinem anderen Auto je erlebt habe. Nasse Straße, Beschleunigung aus einer Kurve heraus, ein bisschen mehr aufs Gas und das Hinterteil versucht sofort mich zu überholen, als würde ich über Eis fahren. Autobahn linke Spur, ich mit 250 auf freier Bahn, eine Wolke, es regnet, sofort auf die rechte Spur 80 km/h und beten. Ich würde das nicht schreiben, wenn nicht genau das meine Erlebnisse der letzten Jahre gewesen wären. Also Schluss damit, außerdem haben die Reifen jetzt ohnehin auch noch die magische 5 Jahres Marke überschritten. 

Ich entscheide mich für Firestone Roadhawk. Um ehrlich zu sein hatte ich Firestone so gar nicht mehr auf dem Schirm aber nach eingehender Internetrecherche habe ich fest gestellt, dass die Roadhawks recht gute Testergebnisse liefern, öfters Preis-/Leistungssieger sind und auch bei Nässe empfohlen werden (Nasshaftung A). Bei ca. 130 Euro pro Stück für 255/40 r19 geht auch der Preis voll in Ordnung wenn der Reifen liefert. Na, mal gucken. Jedenfalls passt die Marke „Firestone“ ja schon mal traditionell gut auf ein US-car, auch wenn Firestone inzwischen Bridgestone gehört. Richtig ärgerlich bei neuer Reifenanschaffung ist ja heute aber das Thema der Reifendrucksensoren. Die kosten schnell mal so viel wie früher ein Satz neuer Reifen und angelernt muss der Schrott ja auch noch werden. Ich persönlich finde diese Art der Überwachung immer nervig und höchst verdächtig und frage mich bei Gesetzen, welche die Autohersteller „zwingen“ ein Reifendruckkontroll-System anzubieten ob es da vielleicht auch darum gehen könnte, dass man uns in Wirklichkeit wieder einmal zwingt laufend neue Dinge zu konsumieren, von denen wir bis dato noch gar nicht wussten, dass wir sie brauchen. Passend zum Umelthype unserer Zeit (Ironie aus) braucht man nämlich nicht nur wieder diese „zusätzlichen“ Teile, sondern man muss sie auch alle 5-7 Jahre wechseln, weil die Batterien dann leer sind und sich selbige wohl auch nicht tauschen lassen. No more words needed!

Jedenfalls sollte man beachten, ob die Ventile aus Gummi oder Metall sind und ob es zulässige Höchstgeschwindigkeiten gibt. Es kann nämlich sein, dass manche bei 200 oder 250 km/h die Segel streichen. Das wäre in meinem Fall eher schlecht. Daher bin ich auf Nummer sicher gegangen und wir haben hochwertige Reifendrucksensoren mit Metallhals verbaut. Selbige habe ich ebenso wie ein Anlerngerät bei Velocity vorbestellt. Die Anleitungen für das Anlernen im Allgemeinen bei vielen Herstellern erinnern immer so ein bisschen an einen Slapstick Film und man wundert sich, dass man nicht noch seinen Namen ums Auto tanzen muss. Wenn man Glück hat, kann ein findiger Mechaniker allerdings die alten Sensoren auch klonen und das Drama ist nur halb so groß.

Zum guten Schluss wollte ich zum letztjährig verbauten Gewindefahrwerk noch weiter aufrüsten was die Fahrstabilität angeht und so haben wir noch eine Ford Racing Domstrebe in den Wagen geschraubt.

Aber damit nicht genug, die hakelige Schaltung hat mich auch lange genug genervt. Versteht mich nicht falsch, echt schlecht ist die Handschaltung im 2013er Mustang nicht und ich persönlich würde mir auch immer wieder einen Handschalter kaufen. Aber unter Vollast hakt es vor allem in den unteren Gängen (2-3) gerne mal und das passt irgendwie nicht so recht zu einem „Performance Auto“. Daher wird es Zeit auch diese Baustelle anzugreifen und unter den zahlreichen Schaltwegverkürzung habe ich mich für die von Ford Racing entschieden. Selbige ist zwar relativ teuer, aber ich dachte, die Jungs von Ford Racing wissen sicher was sie tun und - Überraschung - genau so ist es. Der Andi von der Car and Tuning Wheels GmbH meinte gleich nach der Entnahme aus dem Paket, dass schon der erste Eindruck absolute Oberklasse in diesem Segement ist. Der Einbau war dann auch nur halb so dramatisch wie gedacht und nach ca. 1 Stunde Profiarbeit (natürlich durch den Andi und nicht durch mich), war sie auch schon drin. Auch hier hatte er schon wesentlich schlimmere Erlebnisse und ich konnte erst mal durchatmen. 

Fazit: Seit dem Umbautag bin ich ca. 300 Kilometer gefahren. Der Wagen liegt abermals deutlich besser, als vorher und wird langsam zu einem Mustang, wie man sich selbigen so nach längerem Konsum einschlägiger Filme vorstellt. Auf den ersten Blick waren die Reifen eine gute Wahl, allerdings hat es noch nicht geregnet. Hier werde ich nochmal ausführlich auf der Facebookseite der „Crow“ berichten. Die Schaltwegverkürzung ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig aber nach einiger Zeit ziemlich geil und ich möchte sie schon jetzt nicht mehr missen. Ein Besuch in der Mucki-Bude kann trotzdem vorher nicht schaden. Für jetzt ist also alles gut, gucken wir mal, was wir als nächstes machen. 

Text: Andreas Leffler, Bilder: Andreas Leffler


Der Mustang von unserem Andi hat jetzt eine eigene Facebookseite unter "The Crow 5,0" Viel Spaß dort!


Redbetty - unsere Team Omi

oder: Wie ich einen Porsche 928 rette

Zu Beginn eine Kurzübersicht zum Porsche 928: Der 928 war der Versuch von Porsche einen Nachfolger für den 911 im Markt zu etablieren. Grund dafür waren sich verändernde Abgas- und Crashvorschriften in den USA zum Ende der 70er Jahre. Den damaligen 911 konnte Porsche mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht mehr dafür fit machen. Deswegen konstruierte Porsche einen komplett neuen Sportwagen mit Leichtmetall-V8, Transaxlegetriebe, einer spurstabilisierenden Hinterachse (Weissachachse) und Karosserieteilen aus Kunststoff und Aluminium. Der Porsche 928 wurde von 1977 bis 1995 in verschiedenen Motorisierungen Facelifts über 61.000 Mal gebaut. Gute Exemplare eines 928 GTS aus dem Jahre 1994 oder 1995 kosten inzwischen mehr als 50.000 Euro.

 

Wer ist Redbetty?

Redbetty ist ein Porsche 928 S4 RHD Baujahr 1988. Erstauslieferung war in Südengland. Sonderausstattung ab Werk: Schiebedach, Automatik, MPH/KM – Tacho, wahrscheinlich Blaupunkt Bremen SQ46 Radio mit großem Klangpaket (einer der Vorbesitzer hat die M-Codezettel mit Alubuthyl überklebt, als er versuchte wegen eines Anlagenumbaus das Auto zu dämmen) und eine Rafflederaustattung in schwarz. Mit der Zeit hat sie noch Cupräder unbekannter Herkunft und Mittelschalldämpfer vom 928 GT bekommen. Auch haben sich Jünger des vermeintlich hochwertigen Musikhörens daran versucht dem Auto mehr Klang bei der Musikwiedergabe zu verpassen, was aber gescheitert ist (Subwooferkiste auf umgelegten Rücksitzen montiert und versucht ALLES mit zu dämmen).

 

Wo und wann hast du Redbetty gekauft?

Im Oktober 2015 in meiner Heimatstadt von einem Fähnchenhändler. Dieser wollte sich für lau einen Porsche aufbauen und hat das Projekt nach der ersten Teilebestellung im Porschezentrum aufgegeben.

 

Was hat alles gefehlt als sie zu dir gekommen ist?

Motor ist schlecht gelaufen, Bremsen verschlissen, Fahrwerk verschlissen, Getriebe hat nicht geschalten, Ölverlust Lenkgetriebe und Motor, Elektronikfehler (stümperhaft eingebaute Alarmanlage und Musikanlage), Wassereinbruch im Heckbereich, diverse Korrosionsschäden (Schwellerendspitzen, Alukorrosion an den Türen)  und der natürliche Wartungsstau an Motor und Getriebe. Bis auf die vorderen Stoßdämpfer, Servopumpe und die Teillackierung der Reparaturstellen  sind alle Fehler behoben worden in Eigenleistung nach Feierabend und im Urlaub.

 

Wieso einen RHD 928 restaurieren?

Weil ich es nicht über das Herz gebracht habe, sie nur wegen der zu gewinnenden Teile zu schlachten. Außerdem wollte ich einmal im Leben einen Porsche restaurieren der etwas aus der gängigen Norm der Porsche fällt, also alles nicht bis zur letzten Schraube perfekt herrichten und Kratzer, Dellen und durchpolierte Stellen einfach sichtbar zu lassen.

 

Wer bin ich?

Mein Name ist Fabian Zellner, bin 28 Jahre alt, KFZ Technikmeister und komme aus Pfaffenhofen. 

Und wie bist du diese Restauration und Optimierung angegangen?

Zuerst habe ich Redbetty von allen elektronischen Fehlerteufeln wie Alarmanlage und wüsten Hifiausbau befreit und hab die Elektronik wieder in den Ursprungszustand versetzt. Dann habe ich die neuen Hifikomponenten verbaut und auch unter anderem die Instrumentenbeleuchtung auf LED umgerüstet. Zugleich hab ich dem Innenraum eine komplette Grundreinigung und Pflege verpasst. Als das alles Erledigt war, war der Motor dran. Hier habe ich die Lenkung ausgebaut und wegen starken Ölverlustes zum Überholen gegeben. Danach habe ich Motorlager und Ölwannendichtung getauscht. Großer Service (Zahnriemen, WAPU, Zündkerzen, Zündgeschirr mit Verteilern und Fingern), neue Einspritzventile, neu verlegte Unterdruckleitungen, eine komplett gereinigte und neu abgedichtete Ansaugbrücke und neu abgedichtete Ventildeckel standen danach an. Da ich anfangs kein neues Fahrwerk verbauen wollte habe ich an der Vorderachse vorerst neue Bremsbeläge, Bremsscheiben und vorsorglich neue Bremsschläuche verbaut. Dann standen die etwas knusprigen Schwellerendspitzen an. Hier habe ich die morschen Segmente herausgetrennt und neue angefertigte Bleche eingesetzt und nach dem Verschleifen sofort grundiert. Nach der ersten kleinen Probefahrt um den Block stand fest: Trotz neuem Service ist die Automatik nicht zu retten und der Vorlauf der Benzinversorgung hat ein großes Leck. Deswegen habe ich mir eine gute gebrauchte Automatik bei einem Freund in Hessen besorgt und die Leitungen neu bei Porsche bestellt (bekommt man immer noch neu, aber die Preise sind zum Teil sehr gesalzen!). Leider muss für den Tausch der Automatik und der Benzinleitungen so ziemlich alles raus was hinten am Auto verbaut ist: Abgasanlage, Hitzeschutz, Antriebswellen, Stoßdämpfer, Hinterachse und natürlich das Getriebe selbst. Zusammengebaut wird alles in umgekehrter Reihenfolge. Und im Zuge dieser Arbeiten ist auch die Entscheidung gefallen die serienmäßigen Stoßdämpfer gegen neue Bilsteinstoßdämpfer zu ersetzen. Aktuell sind die Bremsen an der Hinterachse neu gemacht worden und die Bremsschläuche werden natürlich auch getauscht. Wenn die Hitzeschutzbleche, Abgasanlage und noch ein paar Kleinigkeiten verbaut sind wird das Auto umgedreht und die vorderen Stoßdämpfer noch getauscht. Umgedreht werden muss das Auto, weil alle Arbeiten auf der Grube erledigt wurden und werden.

 

Was hat das alles gekostet?

Aus rein wirtschaftlicher Sicht ist dieses Projekt kompletter Humbug und deswegen verrate ich lieber keine Zahlen ;)

 

Was war das Kurioseste was du mit Redbetty erlebt hast?

Habe ein gottseidank leeres Wespennest gefunden beim Getriebewechsel und einen Haufen Pfund- und Pencemünzen im Innenraum eingesammelt (deckt aber nicht im Ansatz die Kosten ;) )

 

Gibt es auch mal Phasen wo man das Projekt nicht mehr weiterführen will?

Ja, die gibt es. Bei Redbetty war es zum Beispiel beim Getriebe der Fall, als feststand, dass es getauscht oder repariert gehört. Da macht man sich gerne etwas zum Trinken auf und denkt auch mal nach alles hinzuschmeißen oder gleich dem Auto seine Meinung mit dem Vorschlaghammer zu geigen. ;)

 

Was kommt nach Redbetty?

Ich möchte meinen blauen 928 S4 Baujahr 1988 wieder auf die Straße holen und auch meinen Skyline GTR R33 endlich anpacken. Wenn das alles geschafft ist brauch ich mal eine kleine Pause vom Schrauben. Wobei: Projekte werden nie fertig und der Weg ist das Ziel. Wir brauchen immer Ziele, Träume und Hoffnungen. Sie sind der Grund warum wir aufstehen, arbeiten, leben und auch lieben. Auch braucht man gute Helfer, die immer da sind wenn es nicht so gut läuft. Ohne meine Eltern hätte ich das nie geschafft und möchte ihnen hier mal an dieser Stelle danken. Auch gute Freunde die zuhören, Rat geben und helfen (egal ob als zusätzliches Paar Hände oder auch Teile) sind unerlässlich bei solchen Projekten.

 

Text: Fabian Zellner Bilder: Andreas Leffler



Das Buch zur Reise quer durch die USA
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