Toyota

Der Toyota Yaris GR

Die Reservierung ist eröffnet

Der neue Toyota Yaris wirft seit Wochen einen ziemlich großen Schatten voraus für so einen Zwerg. Als Hochleistungs-Kleinwagen mit Rallye Genen und dreifach verstellbaren Allradantrieb wird er von Toyota angekündigt. Das Ganze kommt mit einem Leistungsgewicht von 4,9 kg/PS und optionalem High-Performance Paket. Das Auto ist ab jetzt reservierbar und egal was kommt, wir freuen uns darauf, denn wer heute noch Sportwägelchen aller Art baut hat unser Herz bereits erobert und Toyota scheint mit dem GR Projekt gerade ziemlich viel richtig zu machen. Also werfen wir doch einen Blick auf den kleinen Renner und die Bestellmöglichkeiten. 

 

Als erstes erwartet uns eine kleine Hürde. Wir müssen uns bei Toyota registrieren, um reservieren zu können bzw. überhaupt Zugriff auf die Reservierungsseite vom Yaris GR  zu bekommen. Dauert aber nur eine Minute und hat gar nicht weh getan. Die Wahl ist generell

Toyota GR Yaris Basis ab 32.200 Euro oder 298 Euro im Leasing ohne Anzahlung

Toyota GR Yaris mit High-Performance Paket 37.690 Euro oder 344 Euro im Leasing ohne Anzahlung

 

Beiden gemein sind 261 PS oder in Worten zweihunderteinundsechzig Pferdestärken. Ihr habt euch nicht verlesen. Holla die Waldfee, 261 PS in so einem Zwerg, das kann ja nur heiter werden. Noch weitere Zahlen gefällig? 5,5 Sekunden von 0-100 kmh, 230 km/s Höchstgeschwindigkeit und das Ganze aus einem 1,6 Liter Motörchen. Nun könnte man sagen, schnelle, kleine Flitzer gibts ja derzeit einige aber 261 PS in so einem Miniauto und dann noch 6-Gang Handschalter und Allrad?! Für mich klingt das wie der Stoff aus dem automobile Träume sind. 

 

Zurück aber zum Konfigurator: Der Basis kommt bereits mit Sportfahrwerk, Sportsitzen in Teil-Alcantara, Rennstreckenmodus, 2-Zonen Klima, Multimedia System und Smartphone Einbindung. Bestellt man mit dem Performance Paket dann gibt es Torson Differential(e!!), ein High Performance Fahrwerk, geschmiedete 18 Zoll Felgen, rot lackierte Bremssättel und eine Domstrebe oben drauf. Zur Wahl stehen generell 4 Farben, schwarz, weiß, rot oder ein sogenanntes Platinum weiß Perleffekt. Das wars dann auch schon mit der Auswahl und wenn ich knapp 40.000 Euro hätte, würde ich glatt bestellen, denn das klingt für mich wie die spaßigste Knutschkugel seit dem Ferrero Rocher. 

Zumal auf der Presseseite von Toyota bereits zu lesen ist: Das Fahrzeug wird ein Jahr lang im Werk in Motomachi gefertigt. Dabei sollen 25.000 Stück entstehen. Das klingt nach "limitiert" und "eh gleich weg". Wer also einen haben will der muss vermutlich schnell sein! Mehr infos gibts bei Toyota!

Text: Andreas Leffler, Bild: Toyota Deutschland

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Toyota Gt86

Vorfacelift & facelift

Nachdem ich jetzt in meinem Leben schon zwei GT86 über die Landstraßen scheuchen durfte, wird es Zeit meine Erlebnisse mit euch zu teilen. Vorweg - ich bin ein Fan von dem Wagen, denn wieviele bezahlbare Volkssportwagen mit Saugmotor, Coupeform und Hinterradantrieb gibt es denn bitte noch? Die Amis? Ja, aber die spielen preislich und leistungsmäßig in einer anderen Liga. Dann wird es aber auch schon eng und eng ist hier auch gleich das Thema. 

 

Ich wage mich mal weit aus dem Fenster und sage es einfach wie es ist, der Deutsche ist faul und träge geworden. Zumindest kommt es mir so vor. Wo früher noch Cabrio und Coupe Statussymbole und feuchte Träume junger Männer waren, da greift man heute lieber zum Kompaktsportler. Ganz ehrlich, warum in einen engen GT86 quetschen wenn man 200 PS, Bombenfahrwerk und jede Menge Spaß auch in Kombination mit 5 Türen und viel Platz für Babywindeln und Bierträger haben kann, wie z.B. im aktuellen Fiesta ST der uns alle so begeistert hat, dass ihn sich einer von uns auch gleich gekauft hat? Ich wüsste da schon ein bis zwei Gründe.

 

Generell und positiv gesagt, der GT86 mit Rücksitzbank für Pygmäen, einem Standartkofferraum von gut 240 Litern und klappbaren Rücksitzlehnen bietet gar nicht mal ein so schlechtes Platzangebot für ein Coupe und kann auch im Alltag genutzt werden wenn man nicht fast zwei Meter groß ist wie ich. Ich versuche das Lenkrad hochzustellen, aber höher als tief geht es nicht und es krault mir beim lenken fast die Weichteile, dafür ist es mehr oder weniger aus dem Blickfeld, wenn ich grade aus hinaus schaue. Ein komisches Gefühl und definitiv nichts für mich. Schade, denn ansonsten ist das Raumgefühl für ein Fahrzeug dieser Klasse. 

Der von Subaru gebaute GT86 wird seit 2012 angeboten. Ich hatte das Glück einen 2014ner Vorfacelift und einen 2019ner Facelift fahren zu dürfen. Die zahllosen limitierten Sondermodelle in Kleinserien zähle ich jetzt mal nicht mit, weil ich schon den Überblick verloren habe über Tiger, Shark, Dragon und wie sie alle heißen. Der Innenraum war vor dem Facelift ok und ist es nach dem Facelift natürlich auch. Allerdings denke ich, ist bei so einem Auto weniger immer mehr, denn bei einem 200 PS Sauger zählt vor allem eines, das Leistungsgewicht und das gibt Toyota offiziell mit 6,2 KG/PS an. Der Rest ist für mich ehrlich gesagt völlig egal, so ein Auto kauft man zum fahren und nicht zum schöner Wohnen, insofern interessieren mich weder ein verbessertes Navi noch irgendein Alcantara Firlefanz. Spannend ist beim Facelift die neue Trackmode Taste und ansonsten bleibt nur die Frage wie sich die Kiste fährt. 

 

Für Otto Normalverbraucher sei gesagt, sie fährt sich gut, vor allem auf der Landstraße, wo vermutlich die Paradedisziplin des GT86 sein dürfte. Eine gute Gewichtsverteilung von 53/47 Prozent, bescheidene 17 Zöller, sportliche Sitze und eine knackige Schaltung und schwups fühlt man sich wie 1989 und vor allem fühlt man sich schneller als man wirklich ist. Der GT86 dämpft das Geschwindigkeitserlebnis bei weitem nicht so erfolgreich weg wie die dick gefressenen Sportwagen, die heute oft im sechsstelligen Bereich verkauft werden. Ganz im Gegenteil - du fährst kaum über 100 und denkst du fliegst, im positiven Sinne. Richtig schnell wird der Wagen dagegen nur wenn man nicht schaltfaul ist. Die bescheidenen 205 Nm liegen nämlich erst jenseits der 6400 U/min an. Bis 3000 hingegen denke ich, ich cruise mit dem Opel Meriva meiner Tante durch die Gegend, was zumindest in der Stadt auch praktisch sein kann. 

 

Was ich mir bei diesem Auto als einziges nicht bestellen würde ist definitiv die Automatik. Ein Oldschool Coupe braucht einfach einen Handschalter und Punkt. Der Rest ist sozusagen Ansichtssache. Unser 2019ner hat nagelneue Winterreifen. Bereits an der ersten Kreuzung driften wir an einem regnerischen Wintertag unfreiwillig. Den 2014ner hatte ich auch an einem verregneten Tag, mit eingefahrenen Sommerreifen und das Ding lag perfekt auf der Straße. Der Sound aus den beiden Endrohren ist nett für einen Serienwagen und das Tuningpotential erheblich. 

 

Auch wenn ich natürlich verstehe, weshalb viele Leute die praktischeren Kompaktsportler wählen und ich eigentlich auch gar nicht richtig rein passe in den GT86, so muss man das kleine Coupe doch lieb haben, als vielleicht Letzter seiner Gattung. Als Nachfolger vom Celica macht er sich jedenfalls gut und viel besser als dieser verunglückte Mitsubishi Eclipse SUV der den armen Eclipse Namen aufbraucht. Außerdem muss man auch ganz ehrlich sagen, wenn wir mal die Stammtischdiskussionen über PS und Drehmoment mal beiseite lassen, so wirklich mehr als den GT86 braucht man nicht zum Autoglück, zumindest wenn man auf spaßiges-old-school-Autofahren steht! Für mich definitiv ein Asphaltheld! 

Text: Andreas Leffler, Bilder Andreas Leffler

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Das Buch zur Reise quer durch die USA
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